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Pilotenstreik legt Flughäfen lahm: Was sind die Rechte der Passagiere?

Der Pilotenstreik der Lufthansa wird in diesen Tagen viele Pläne von Reisenden durchkreuzen. Doch inwiefern müssen Verspätungen und Ausfälle hingenommen werden und was sind die Rechte von Reisenden in diesen Situationen? Wer weiß, dass sein Flug vom Streik betroffen sein wird, kann diesen bei der Lufthansa kostenlos umbuchen lassen. Voraussetzung ist, dass die Umbuchung einen Flug vor dem 31. März beinhaltet und die gleiche Reiseroute genutzt wird. Wer wegen der Streiks einen bezahlten Flug nicht antritt, hat nur dann Recht auf Rückzahlung, wenn der Flug vorher storniert wurde.

Im Voraus kann schlecht gesagt werden, welche Linien komplett ausfallen werden, erst über eine Hotline erfahren Kunden kurzfristig von Flugplänen. Verlässlich ist auch das Erfragen vor Ort am Flughafen. Wer innerdeutsch fliegt, kann sich beim Ausfall dieses Fluges ein Bahnticket zahlen lassen. Die elektronischen Tickets namens 'Etix' werden in einem Check-in-Automaten am Flughafen in einen Reisegutschein umgewandelt, doch auch das gekaufte Bahnticket kann später bei der Lufthansa eingereicht werden. Das Buchen eines Ersatzfluges bei einer fremden Linie wird bei einem Lufthansa-Streik jedoch nicht übernommen.

Die Rechte eines Reisenden bei Verspätungen beziehen auch Gratis-Getränke und eine Mahlzeit am Flughafen ein. Außerdem müssen kostenlose Möglichkeit zur Nutzung des Internets sowie Telefongespräche gegeben sein. Fällt der Flug abends aus, wird auch ein Hotelzimmer gestellt. Muss länger als fünf Stunden gewartet werden, hat der Passagier sogar Anspruch auf die volle Rückerstattung des Preises. Beim Pilotenstreik der Lufthansa sollte sich der Kunde also seine Rechte vor Augen halten, damit er die Kosten für Verspätungen nicht selber trägt.

Quelle: bild.de
Bild: Eirik Solheim (Flickr)

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