Excite

Pilgerreisen nach Israel bleiben gefragt

Eine Pilgerreise nach Israel zu unternehmen, ist für viele auch in Krisenzeiten ein sehnlicher Wunsch. Während viele Menschen zurzeit den Gürtel etwas enger schnallen und am Urlaub sparen, ist die Nachfrage nach solchen Touren in das heilige Land unvermindert groß. Veranstalter von normalen Urlaubsreisen haben mit schwindenden Umsätzen zu kämpfen, wer jedoch religiöse Reisen anbietet, der kann mit stetem Zulauf rechnen.

Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande gab unlängst bekannt, dass etwa 1 600 Deutsche in jedem Jahr eine Reise zu den allerheiligsten Orten des Christentums und anderer Weltreligionen unternehmen. Diese Zahl werde wohl auch in diesem Jahr wieder erreicht werden. Die Gründe hierfür sieht Heinz Thiel, Generalsekretär des Vereins, vor allem in der Langfristigkeit der Planung. Hinzu kommt das religiöse Motiv.

Bei solchen Reisen geht es eben nicht um bloßes Sightseeing oder Badespaß am Strand. Es ist der Wunsch der Pilger mit dem Land der Bibel und den Menschen dort in Berührung zu kommen, erläutert Thiel. Der Besuch der heiligen Stätten sei für viele Gläubige eine tief verwurzelte Sehnsucht. Schließlich werden die Christen von Kindheit an mit den Stätten des alten und neuen Testaments in Berührung gebracht.

So kennt wohl jedes christlich erzogene Kind die Geschichten um die Stadt Jerusalem, die Tempel und die Stationen des Lebens Jesus. Zwar liegen diese Dinge bereits lange Zeit zurück, doch ist es für viele Pilger ein erhabenes Gefühl einmal an jenen Orten zu stehen, an denen der Gottessohn wandelte und wirkte. Kaum verwunderlich, dass diese Sehnsüchte auch Wirtschaftskrisen überdauern und somit die Pilgerreisen stets gefragt sind. Ein weiterer positiver Impuls sei auch der Besuch des Papstes im Mai des Jahres gewesen, erklärt Thiel.

Quelle: welt.de
Bild: Wilson Afonso (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017