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Paradies für Homosexuelle: Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist ein wahres Paradies für Homosexuelle. Die Auszeichnung als weltweit bestes Reiseziel für Homosexuelle bekam die Stadt kürzlich auf einer Tourismusmesse in Boston verliehen. Bei einer Internetbefragung nahmen mehr als 100 000 Menschen teil und wählten Rio auf den ersten Platz. Die Stadt an der Copacabana verwies Buenos Aires, Barcelona, London, Montreal und Sydney auf die Plätze.

Rios Bürgermeister, Eduardo Paes, freute sich über das Wahlergebnis und sieht darin die Gastfreundlichkeit der Brasilianer bestätigt, die jeden Besucher willkommen hieße. Rio de Janeiro lebt bereits seit Jahrzehnten vorrangig vom Tourismus und auch die homosexuellen Urlauber sind am Zuckerhut gern gesehene Gäste. 2008 kamen etwa 1,7 Millionen Besucher in die Stadt, was einen Rückgang von 100 000 zum Vorjahr bedeutet.

In den Straßen der Stadt sind sich umarmende Männer oder Frauen schon lange ein gewohntes Bild geworden. Neben dem weißen Strand der Copacabana, wo Frauen und Männer ihren Muskeln in knappen Bikinis und Badehosen zeigen, gibt es für homosexuelle viele Möglichkeiten, sich unter die Heteros zu mischen. In der Stadt wird gerne und viel gefeiert, wie zum Beispiel zum Karneval, wo auch unzählige Transvestiten auf den Straßen und im Sambódromo mittanzen.

Rio wurde nun also als die beste Stadt für homosexuelle geadelt und darf sich von nun an 'gay-tastic' nennen, weil die Schwulen und Lesben hier sehr willkommen sind. Das amerikanische Magazin Forbes hatte Rio erst im September zur glücklichsten Stadt gekührt. Zu diesem Zeitpunkt waren die neuerlichen Gewaltausbrüche in den berüchtigten Farvelas der Stadt noch kein Thema. In die Vororte Rios sollte man als Besucher nach wie vor keinen Fuß setzen.

Quelle: fr-online.de
Bild: Brian Snelson (Flickr)

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