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Palermo: Das Armenhaus Italiens wehrt sich

Eine Reise auf die italienische Insel Sizilien lohnt sich. Neben Pizza, Pasta und Vino sind es vor allem der atemberaubende Blick auf den Monte Pellegrino und das neue politische Flair vor Ort, die überzeugen. Bei einem Ausflug auf der Vespa kann man die neu erwachte Zivilcourage der Bewohner am besten beobachten.

So zum Beispiel in der historischen Altstadt Palermos, der Hauptstadt der Insel, wo jeden Morgen der junge Fabrizio Ferrandelli seinen Kaffee trinkt. Der junge Mann ist Anti-Mafia-Aktivist und Stadtrat zugleich. Er kann viel über die bewegte Geschichte der Dreiviertelmillion Einwohner Stadt berichten.

Lang wurde diese von der 'Cosa Nostra', der Mafia, beherrscht. Korrupte Immobilien- und Infrastrukturprojekte haben zu einem gewissen Verfall der Stadt beigetragen und die beeindruckende archtitektonische Kombination aus byzantinischer, arabischer, normannischer und barocker Elementen wirkt etwas herunter gekommen. Doch nun rebelliert die Jugend und versucht sich gegen die Übermacht der Mafiosis aufzubäumen.

Touristen sollen wieder auf den engen Gassen der Altstadt flanieren können, einen Moment auf dem Piazza Rivoluzione inne halten und den Palazzo Reale, den normannischen Königspalast, besuchen können. Ein weiteres Highlight einer jeden Stadttour stellt die pompöse Kathedrale dar. All dies sollen sowohl Touristen als auch vor allem Einheimische wieder genießen können. Die Leichtigkeit des italienischen Lebens, die am besten im Frühling auf dem Sitz einer Vespa erlebt werden kann, soll wieder zurückkehren. Hierfür wird sich Fabrizio einsetzen, wenn er tagtäglich auf seinem Motorroller die Gassen der Stadt entlang saust.

Quelle: stern.de
Bild: SOCIALisBETTER (Flickr)

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