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Oasen der Ruhe: Botanische Gärten

Botanische Gärten sind Oasen der Ruhe im Trubel der Großstädte. Wer in einer Stadt Urlaub macht, die einen botanischen Garten besitzt, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, diesen zu besuchen. Ursprünglich waren diese Gärten einmal angelegt worden, um Nutzen aus den Pflanzen ziehen zu können. In den Kolonialzeiten baute man exotische Pflanzen in solchen Gärten an, um sie zu erforschen und gegebenenfalls nach Europa zu bringen, wenn sie Nutzen versprachen.

Heutzutage sind die botanischen Gärten in den Städten der Welt Oasen der Ruhe und häufig genug Orte, wo Gartenbau und Landschaftsarchitektur auf höchstem Niveau betrieben werden. So kann man in Rio de Janeiro, Singapur oder Kalkutta auch mitten im Trubel der Stadt einige besinnliche Stunden genießen. Schriftsteller wie der große deutschsprachige Lyriker Rainer Maria Rilke haben in den Gärten Inspiration gefunden.

Noch heute werden in den botanischen Gärten der Welt die Pflanzenarten erfasst und erforscht. Für Schulen und andere Bildungseinrichtungen stellen sie ein riesiges Reservoir an Anschauungmaterialien zur Verfügung. Auch zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten sie einen gewichtigen Teil, fungieren ihre Samenbanken doch als Genreservoir.

Die größten botanischen Gärten finden sich in St. Louis, London und Berlin. Der Missouri Botanical Garden ist eine der ältesten botanischen Einrichtung der Vereinigten Staaten von Amerika. Bereits 1859 gegründet, ist er heute eine der größten Touristenattraktionen der Stadt. Sehenswert sind auch die Gärten in den Großstädten der südlichen Halbkugel. So ist der Jardim Botânico do Rio de Janeiro in Brasilien einer der wichtigsten Gärten weltweit und von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt worden. 1808 gegründet, beherbergt er viele selten und zum Teil vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten.

Quelle: zeit.de
Bild: Rodrigo Soldon (Flickr)

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