Excite

Neues zum Handgepäck bei Flugreisen

Neues gibt es zum Thema Handgepäck bei Flugreisen zu vermelden, denn die Europäische Union hat die Klagen der Passagiere anscheinend erhört. Wie häufig müssen gestresste Reisende Kosmetikartikel aus ihrem Handgepäck vor dem Betreten der Maschine weg schmeissen, weil diese Substanzen an Bord nicht erlaubt sind.

Aus Sicherheitsgründen hatte die EU Richtlinien festgesetzt, die im November 2006 in Kraft getreten sind. Danach dürfen auf Flügen, die innerhalb eines Landes der EU starten, im Handgepäck nur noch Behälter mit einem maximalen Flüssigkeitsinhalt von 100 ml mitgeführt werden. Damit möchte man verhindern, dass Flüssigsprengstoff in den Flieger gelangen kann.

Weil viele Passagier von diesen Richtlinien aber nichts wissen, müssen sie beim Scanning des Handgepäcks häufig die Behälter draußen lassen, die den Richtlinien nicht entsprechen. Die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Verkehrsflüge veröffentlichte Zahlen, nach denen zum Beispiel am Flughafen in Frankfurt an den stark frequentierten Tagen bis zu 2,5 Tonnen Müll durch zurückgewiesene flüssige Kosmetika anfallen. Der Warenwert dieser Substanzen beträgt Schätzungen nach etwa 2 Millionen Euro pro Woche.

Die EU wird die Richtlinien ab 2010 jedoch deutlich lockern. So können Passagiere vor dem Abflug im Duty-Free-Shop des Flughafens einkaufen und diese Produkte dann auch im Handgepäck mitführen, sofern sie sich in einem vom Shop versiegelten Plastikbeutel befinden. Außerdem soll das Mitführen von Flüssigkeiten nicht mehr verboten sein. Neuartige Scanner ermöglichen das Aufspüren von flüssigem Sprengstoff im Handgepäck. Zudem arbeiten schon heute die Hersteller von Kosmetikartikeln an Verpackungsgrößen, die den aktuellen strengen Richtlinien für den Flugverkehr entsprechen. Damit braucht man dann auch keine Sorge mehr zu haben, dass man das teure Duschgel eventuell wegschmeißen muss.

Quelle: fitforfun.de
Bild: bopuc (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017