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Neue Bahnlinie verbindet das Kaspische Meer mit Europa

In zwei Jahren soll die neue Bahnlinie den Südkaukasus mit Europa verbinden. Die Bahnstrecke Baku–Tiflis–Kars, kurz BTK, wird 2012 fertig gestellt und durch die ölreiche Region des Kaspischen Meers sowie durch die Türkei und somit bis Europa verlaufen.

Dadurch soll der Handel zwischen Ost- und Westeuropa verbessert werden. Die Länder im Südkaukasus wie Georgien, Armenien und Aserbaidschan haben seit ihrer Unabhängigkeit von Russland im Jahr 1991 nicht zuletzt durch ihr erhöhtes Öl- und Gasaufkommen an Bedeutung gewonnen. Die BTK-Strecke wird von Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans durch Tiflis in Georgien bis weiter in die türkische Handelsstadt Kars, im Südwesten des Kaukasus verlaufen. Die BTK-Linie eröffnet dadurch ebenso neue Möglichkeiten bei den Transportwegen durch Russland und den Iran.

Zu früheren Jahrhunderten wurden auf der einstigen Seidenstraße mühsam edle Stoffe und seltene Gewürze befördert. Dieses gewaltige Gebirge des Kaukasus dehnt sich über 1200 Kilometer vom Schwarzen bis zum Kaspischen Meer. Man mag sich heute kaum vorstellen welche Strapazen die Menschen in früheren Jahrhunderten auf sich nahmen, um Handel zu betreiben. Erst 1900 wurden hier durch Russland Gleise verlegt.

Für die Kleinstädte und Dörfer entlang der BTK-Linie wie Achalkalaki in Georgien bedeutet die neue Bahnstrecke ebenso Hoffnung auf bessere wirtschaftliche Verhältnisse. Denn viele leiden noch heute unter den postkommunistischen Strukturen und leben in ärmlichsten Verhältnissen. Deswegen hoffen viele Menschen auf Arbeit durch die neue Eisenbahnstrecke.

Quelle: nationalgeographic.de
Bild: woodley wonderworks (Flickr)

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