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Nein zu Sextourismus! Brasilien stoppt sexistisches WM-Shirt von Adidas zur Fußball-WM 2014

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Nein zu Sextourismus: Die WM-Shirts 2014 von Adidas werden nicht mehr verkauft - zu sexistisch seien die T-Shirts, Brasilien hat die Produktion stoppen lassen.

Wenn im Sommer in Brasilien bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 der Ball rollt, dann wird es eine T-Shirtkollektion des WM-Sponsors Adidas nicht mehr zu kaufen geben. Denn die Tourismusbranche Embratur beschwerte sich über die dargestellten Motive, die "sexuelle Konnotationen" hätten. Der Sextourismus solle auf keinen Fall gefördert werden.

Auf einem Shirt ist eine Frau im Bikini nebem dem Zuckerhut zu sehen, dazu die Aufschrift "Looking to score", was man mit "Ich will punkten" übersetzen kann. Allerdings heißt es auch umgangssprachlich "Ich will eine Frau flachlegen". Auf einem anderen T-Shirt ist der Slogan "I love brazil" zu lesen, wobei das "love" in als Herz dargestellt. Und das Herz erinnert an die Form eines Pos.

Das alles geht der Tourismusbranche in Brasilien zu weit. In einer Erklärung wandte man sich mit folgenden Worten an Adidas: "Embratur weist die Kommerzialisierung von Produkten vehement zurück, die das Bild von Brasilien mit sexuellen Aufrufen verbindet." Man verwehre sich gegen die Nutzung von "nationalen Symbole mit Zeichnungen, die sexuelle Konnotationen" hätten. All das berichtet nun die WELT.

Adidas hat umgehend reagiert und kündigte den Stopp der Produktion an. Die T-Shirts waren nur in den USA käuflich erwerblich, hätten aber natürlich durch das Internet in alle Teile der Welt schwappen können. Aber: "Adidas legt sehr viel Wert auf die Meinung seiner Konsumenten und Partner". In Brasilien ist man derzeit sehr damit beschäftigt, zu verhindern, dass das Bild Brasiliens lediglich mit Sex-Appeal in Verbindung gebracht werde. 600 000 Fußballfans werden zur WM 2014 erwartet. Einen Anstieg des Sextourismus wolle man aber unter allen Umständen verhindern.

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