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Natronsee in Tansania: Vögel präserviert

Der Urlaub in Tansania ist in sehr vielen Gegenden interessant und lohnenswert aber er kann sich auch grotesk zeigen wie am Natronsee: Dieser See hat einen so hohen pH-Wert, dass kaum Tiere darin überleben können. Es gibt einige Barscharten, die sich an die seltsamen Bedingungen angepasst haben und rund um den See leben verschiedene Vögel, insbesondere riesige Flamingo-Kolonien. Aber eigentlich ist der See sogar ein wenig gefährlich, denn die besondere Kombination verschiedener Salze und Mineralien sorgt dafür, dass er von oben Spiegelglatt aussieht.

Deswegen fliegen immer mal wieder Vögel einfach hinein, so wie sie auch gegen Fensterscheiben fliegen, und ertrinken in dem ungewöhnlichen Wasser. Dieser Tod bedeutet nicht, dass sie einfach untergehen, denn die Vögel werden präserviert und oft mumifiziert an Land gespült.

Ein Fotograf hat sich jetzt dieser seltsamen Vögel angenommen: Nick Brandt, von dem einige Aufnahmen rund um Afrika auch bei Flickr zu finden sind, hat die Tiere rund um den See eingesammelt und sie in bestimmten Posen fotografiert – die Kadaver sind hier teilweise in grotesker Ähnlichkeit zu berühmten Bildern angeordnet oder zeigen einfach nur für sich auf, was der See aus den Leichen gemacht hat.

Wer sich selbst für eine Reise zum Natronsee interessiert, kann an verschiedenen Ausflügen teilnehmen, die von Siedlungen in der Nähe aus statt finden. Man kann den See dann aus der Ferne betrachten, die Gelegenheit nutzen, eigene Fotos zu machen, oder sich einfach ein wenig zu gruseln. Die Krebse, von denen sich die Flamingos ernähren (und denen sie ihre rosa Farbe zu verdanken haben), färben nämlich den alkalischen See zusätzlich rötlich.

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