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Nachtflugverbot in Frankfurt bestätigt

Jetzt ist also endlich Ruhe in Frankfurt! Am Frankfurter Flughafen, dem größten Flughafens Deutschland, sind zwischen 23 und 5 Uhr die Starts und Landungen verboten, so urteilte heute das Gericht in Leipzig.

Das Nachtflugverbot ist ein großer Sieg für die Menschen im Umkreis des Großflughafens, die seit Monaten im Flughafen-Terminal gegen den Fluglärm demonstrieren, welchen sie für den Wertverfall ihrer Immobilien und Krankheiten verantwortlich machen. Das Land Hessen und der Flughafenbetreiber Fraport akzeptierten das Urteil, die Lufthansa will das Urteil hingegen nicht wahrhaben.

Lufthansas Cargo-Tochter hat in Frankfurt eine eigene Frachtflotte stationiert. Flugzeuge transportierten hier nachts Waren nach Asien und Nordamerika. Das Nachtflugverbot kostet Lufthansa Cargo im Jahr 40 Millionen Euro Gewinn. Lufthansa-Chef Franz kritisierte das Urteil als schweren Schlag gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland. Außerdem steht die Lufthansa damit in Konkurrenz zu Turkish Airlines oder Emirates – Fluggesellschaften, die ein Nachtflugverbot nicht kennen. Die Lufthansa-Aktie sackte nach der Entscheidung um bis zu fünf Prozent ab.

Es bleibt übrigens nicht nur bei dem Nachtflugverbot von 23Uhr bis 5 Uhr, sondern auch die Flüge zwischen 22-23 Uhr und 5-6 Uhr sollen reduziert werden: Hier seien durchschnittlich nur noch 133 Flüge am Tag statt bislang 150 Flüge gestattet.

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