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Mythos Interrail

Mit einem einzigen Ticket ganz Europa mit dem Zug zu befahren, das ist die Idee von Interrail. Grenzenlose Freiheit und das Kennenlernen ungewöhnlicher Leute sind die Zutaten, die diese Form des jugendlichen Reisens seit Jahrzehnten zu einem Mythos gemacht haben. Allerdings gibt es auch eine dunkle Seite, denn mit dem Rucksack durch die Länder zu ziehen, kann auch eine richtige Strapaze sein.

Das Interrail-Ticket heißt heute zwar Global Pass, doch ist der Fahrschein noch immer so beliebt, wie in seinen Anfangsjahren. 240 000 Mal wurde er im letzten Jahr verkauft. 34 Länder kann man mit dem Ticket bereisen. Allerdings sollte man auch das Kleingedruckte lesen, um vor finanziellen Überraschungen gefeit zu sein. Denn mitnichten ist mit dem Ticket alles gratis unterwegs, so müssen die obligatorischen Reservierungen in den meisten Ländern bezahlt werden.

Auch gilt das Ticket nicht in dem Land, in dem es ausgestellt wurde. Das bedeutet, dass man zunächst einmal auf kürzestem und günstigsten Weg aus Deutschland raus muss, um den Global Pass nutzen zu können. Wenn man nicht gerade in Aachen startet, kann das nochmals eine längere Tour durch die Lande bedeuten und das Reisebudget zusätzlich belasten. Auch muss man wissen, dass in den anderen Ländern die Züge nur begrenzte Kontingente für Interrailer anbieten, unter Umständen muss man dann auf den nächsten Zug warten.

Dennoch hat es durchaus seinen guten Grund, warum diese Art sich in Europa umzusehen so beliebt ist. Es ist eben eine ganz besondere Art, Länder und Menschen zu entdecken. Da man stets improvisieren muss und in mancher Situation auf Rat oder Hilfe der Einheimischen angewiesen ist, hat man als Interrailer viel größere Chancen neue Leute kennenzulernen. Wer offen und ohne Berührungsängste auf diese Menschen zugeht, der wird in einem Interrail-Urlaub sehr viele aufregende Dinge erleben können.

Quelle: stern.de
Bild: Ruben Bos (Flickr)

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