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Museo Chicote: Ein Urgestein der Cocktailkunst in Madrid

Das Museo Chicote in der Gran Vía Nummer 12 in Madrid ist wohl die älteste Cocktailbar Madrids und zugleich eines der interessantesten historischen Zeugnisse der Stadt. Wenn man heute durch die schwere Drehtür tritt, hat man noch immer das Gefühl, Ernest Hemingway und Grace Kelley würden gemeinsam an der legendären Theke sitzen und einen der berühmten Cocktails des Besitzers Perico Chicote trinken.

Perico hat in den 1930er Jahren die spanische Trinkkunst revolutioniert. Standen am Anfang des 20. Jahrhunderts tendenziell härtere Getränke auf dem Ausgehplan der Menschen in Madrid, hat Perico ihnen die hohe Kunst des Cocktailmixens näher gebracht und sie mit seinen exotisch klingenden Kreationen verzaubert. Das Museo Chicote war schon immer etwas besonderes und politische Größen und königliche Hoheiten - nicht nur aus Spanien - haben sich hier immer gern getummelt. Legendär war auch Pericos Sammlung unterschiedlicher Alkoholsorten- und flaschen, die die Grundlage für das Museum bildeten, das er in seiner Bar eröffnete.

Ende 1977 starb Perico Chicote unerwartet und sein gastronomisches Erbe wurde jahrelang mit Füßen getreten und verlor an Strahlkraft. Erst 2001 wurde ernsthaft über ein neues Konzept nachgedacht: Nun ist alles jünger und moderner, doch der alte Charme und das kosmopolitische Flair bleiben. Und auch die Stars und Sternchen der heutigen Zeit gelangen wieder ins Museo Chicote, besonders dann, wenn der erfolgreiche spanische Regisseur Pedro Almodovar eine seiner Premierenfeiern gibt. Ein Besuch im Museo Chicote lohnt sich allemal!

Quelle: faz.net
Bild: Olivier Bruchez (Flickr)

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