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Mit der Bahn durch die Schweiz

Die Schweizer lieben ihre Bahn. Das ist kein Wunder, denn dank dem dichtesten Bahnnetz der Welt kann der Schweizer locker auf das Auto verzichten. Fast 5600 Kilometer lang ist das Schienennetz und gibt dem Bahnreisenden wunderbare Einblicke in die Bergwelt der Schweiz.

Die Gotthard-Bahn fährt beispielsweise über 200 Kilometer von Nord bis Süd durch Schweiz. Besonders beeindruckend ist die Strecke gerade am Gotthard-Tunnel. In der Mitte des 15 Kilometer langen Durchbruchs durch das Bergmassiv ist die höchste Stelle des Schweizerischen Schienennetzes. Nachdem der Zug eine Steigung von 26 Prozent gemeistert hat, eröffnet sich dem Reisenden ein grandioser Blick auf die Bergkulisse des über 3500 Meter hohen Alpenkamms.

Viele Passagiere nutzen die Bahn nicht nur als Transportmittel. Manager etwa verlegen schon mal ihre Meetings vom Büro in die komfortablen Zugabteile auf der zweistündigen Strecke Zürich-Tessin, und Studenten studieren ihre Unterlagen ohne häusliche Ablenkungen.

Die starke Nutzung des Verkehrsmittels hängt auch mit dem Schweizer Generalabonnement, kurz GA, zusammen. Diese Bahncard gilt praktisch für den gesamten öffentlichen Verkehr: Bahn, Tram, Bus, Postauto und Schiff. Damit ist das GA auf 23.500 Kilometern gültig. Dazu kommt, dass das Generalabo rund ein Drittel günstiger ist als das deutsche Pendant - und dies trotz der deutlich höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz. Dementsprechend stimmen die Schweizer regelmäßig in Volkabstimmungen für Milliardeninvestitionen in den Ausbau neuer Infrastrukturen.

Diesen Herbst wird beispielsweise der Lötschbergtunnel fertig gestellt. Dann werden in dem 57 Kilomter langen Tunnel die Züge mit bis zu 250 km/h durch die Alpen brausen.

Quelle: spiegel.de
Bild: Wolfgang Colditz (Pixelio)

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