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Man kann wieder in deutschen Flüssen baden

In deutschen Flüssen zu baden war lange Zeit überhaupt nicht angesagt und mitunter sogar gefährlich. Die Wasserqualität der großen Flüsse in den Großstädten war aufgrund mangelnder Vorschriften für die Industrie am Tiefpunkt und wegen fehlender Kläranlagen wurden die Wasseradern dreckig und ungesund. Hautauschlag, Magen- und Darmerkrangungen sowie Langzeitschäden durch Belastungen durch Schwermetalle drohte den unvorsichtigen Schwimmern, die sich in Rhein und Co. trauten.

Doch hat sich ein Bewusstseinswandel in Deutschland vollzogen, der dazu geführt hat, dass die Flüsse wieder als Lebensadern betrachtet werden, nicht mehr als kostenlose Möglichkeit seinen Dreck und Müll loszuwerden. In ganz Deutschland gab es Projekte und Investitionen in Millionenhöhe, um das Wasser der Flüsse wieder sauber zu bekommen, damit man eben auch wieder darin baden kann. Mittlerweile ist das in einigen Städten und bei einigen Flüssen gelungen, so dass die Großstädter sich nicht mehr aus ihrer Stadt zum See begeben müssen, sondern oftmals mitten in der City am eigenen Flußstrand baden können.

Bestes Beispiel ist die Isar in München. Vor 15 Jahren wurde das Projekt "Baden in der Isar" aus der Taufe gehoben und 17 Kläranlagen in der Region umgerüstet. Seit 2006 ist die Isar als Badegewässer wieder offiziell freigegeben. An manchen Tagen tummeln sich Menschenmassen im fünfstelligen Bereich an dem Fluß. In Bremen gibt es einen Strand mitten in der Stadt, wo an heißen Tagen die Weser zur Abkühlung dienen kann. Auch der Rhein ist wieder so sauber, dass man darin schwimmen kann. In Köln gibt es ebenfalls im Zentrum einige Sandstrände, doch wer im Rhein baden möchte, der muss ein bisschen nach Süden fahren, in den Stadtteil Rodenkirchen, wo der Rhein an einem feinen Sandstrand entlang läuft. An heißen Sommertagen wird es hier richtig voll.

Quelle: focus.de
Bild: Tobias Sieben (Flickr)

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