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Neue Benimmregeln auf Mallorca: Ballermann Urlaub ohne Eimer saufen

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Neue Benimmregeln auf Mallorca für Touristen und Einheimische - mit Kleiderordnung und einem kompletten Eimersaufen-Verbot - die Bußgelder im Überblick.

Wer auf Mallorca ordentlich die Sau rauslassen möchte, der wird es in Zukunft schwerer haben, denn die Stadtverwaltung hat Benimmregeln aufgestellt, die sowohl für Touristen und Einheimische gelten. Im Interview mit der Zeit meint Tourismus Juan Franch, dass die Stadt vom "Ort der Sünde zum Ort der Moralisten" umgewandelt werden soll.

Verstöße gegen die neuen Benimmregeln werden mit Bußgeldern bestraft - und die Strafen sind in allen Bereichen recht hoch. Sie kosten zwischen 50 und 400 Euro! Kaugummi ausspucken oder eine Zigarette auf die Straße werfen, das kostet bald 50 Euro Strafe. Unter der Dusche einseifen ist ebenfalls verboten und selbst ein Nickerchen auf einer Parkbank kann eine Strafe nach sich ziehen. Lautstärke ist untersagt, wer trommelt muss mit Sanktionen rechnen. Auch der weit verbreitete Alkoholismus soll eingedämmt werden.

Wer sich ein Bierchen auf offener Straße genehmigen möchte, der kann dies zwar noch tun, er sollte es aber aus einem Plastikbecher trinken. Sangriaeimer in der Öffentlichkeit sind dagegen verboten. Grölen und pöbeln soll ebenfalls eingedämmt werden. Und die neue Kleiderordnung besagt, dass man sich in Strandklamotten nur am Strand oder im "unmittelbar angrenzenden Bereich" aufhalten darf. Tourismusforscher Franch rät Touristen, sich etwas überzuziehen, wenn man ins Hotel oder in die Stadt geht.

Allerdings gäbe es auch gute Regelungen. Hütchenspielern, die Touristen regelmäßig Geld aus der Tasche ziehen, sollen vom Straßenbild verschwinden. Auch die Prostitution wird eingedämmt. Für Straßenmusiker gelten Ruhezeiten und betteln ist mit den neuen Benimmregeln verboten. Insgesamt wird sich das Benehmen von Touristen, aber auch von Einheimischen, in Zukunft ändern müssen. Die Mallorquiner sind damit gar nicht einverstanden. In der Stadtverwaltung landeten schon tausende Beschwerdebriefe gegen die neuen Verordnungen.

Bußgelder im Überblick:

Eimer-Saufen

Gegen die Saufgelage und das sogenannte Eimer-Saufen geht die Stadt besonders hart vor. Öffentliches Alkoholtrinken steht dann unter Strafe, größere Gruppen trinken und Lärmbelästigungen verursachen. Strafe hier: Zwischen 200 und 400 Euro.

Bikini und/oder Oben ohne

Im Bikini durch Mallorcas Straßen flanieren ist ab sofort unerwünscht. Auch Männer, die mit freiem Oberkörper entdeckt werden, müssen zahlen - zwischen 50 und 200 Euro. An Strandpromenaden und Straßen, welche zu Stränden führen gilt das verbot allerdings nicht.

Straßenmusik

Straßenmusik vor Geschäften oder historischen Gebäuden ist unerwünscht. Musik die über Verstärker läuft oder Musik mit lauten Instrumenten, beispielsweise Trommeln, ist gänzlich verboten. Strafen hier: 50 bis 200 Euro.

Wildpinkeln

Das Wildpinkeln kostet Ballermann-Touristen nun 200 bis 400 Euro.

Prostitution

Prostitution ist verboten - wer eine Prostituierte anspricht, zahlt zwischen 200 und 400 Euro.

Campieren

Das Schlafen unter freiem Himmel, so zum Beispiel auf auf Parkbänken, wird mit einer Strafe von 50 bis 200 Euro berechnet.

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