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Luxushotels für Schnäppchenjäger

Wer meint, die Begriffe Luxushotel und Schnäppchenjäger oder Sparfuchs passen irgendwie nicht zusammen, der irrt gewaltig. Auch im Bereich eines Nobelurlaubes im Spitzenresort oberster Güte gibt es einiges zu sparen, wenn man weiß wie. Somit könnte der Verbleib in einer Edel-Absteige sogar was für den Normalverdiener sein. Reisespezialist Alexander Koenig kennt all diese Möglichkeiten und gibt jährlich sogar den "Reisereport 2008 – Luxus-Reisen und VIP-Status zum Sparpreis genießen" heraus. Hier seine besten Tipps in der Übersicht.

Eines der Erfolg versprechenden Konzepte auf der Suche nach Luxus-Schnäppchen sind die sogenannten Loyalty- oder Stammkundenprogramme. Große Ketten belohnen ihre treuesten Kunden mit bestimmten Vergünstigungen und Bonus-Privilegien. Da hat man plötzlich Zugang zum VIP-Bereich, kriegt bessere Suiten ohne Aufpreis oder verbringt ganze Nächte gratis. Es gibt so einige Belohnungen, mit denen die Hotels die Stammkunden binden wollen, der Nachteil ist natürlich, dass man schon Stammkunde sein muss. Gut, also nichts für die wirklichen Schnäppchenjäger. Dennoch, nach z.B. 16 Aufenthalten in einem Hilton erhält man den besonderen Status und kann künftig ein Drittel des Ausgaben mit Freinächten abdecken.

Ein weiterer Tipp ist eine ausgefuchste Internetsuche. Die besten Billig-Angebote findet man nicht bei den Marktführern wie expedia.de oder hrs.de. Alexander König empfiehlt z.B. das Portal Priceline. Hier gibt man neben Ort und Sternekategorie nur noch an, was man bereit ist, zu zahlen. Siehe da, gerade in großen Städten mit vielen Luxushotels kommt man auf Angebote, die sonst nur schwer zu finden sind. Man spart bis zur Hälfte des Preises und residiert dennoch im Hilton oder Hyatt. Ebenfalls die Hälfte des Preises kann man sparen, wenn man sich über eBay nach Hotelgutscheinen der jeweiligen Luxushäuser erkundigt. Die werden tatsächlich offiziell angeboten, momentan meist für europäische Städte. Fünf Nächte im 5-Sterne-Hotel Kempinski in Moskau kosten so z.B. "nur" 510 Euro pro Person, da bekommt man sonst nichts günstiger.

Jedes Luxushotel hat Sonderaktionen, genau wie der Supermarkt um die Ecke. Man muss nur ausgefuchst genug sein, um zur richtigen Zeit auf der Matte zu stehen. Die Hyatt Hotels bieten z.B. die "Faster Free Nights" an. Das Angebot: Nach zwei Übernachtungen in einem Hyatt kann man eine Gratisübernachtung irgendwo auf der Welt einlösen. Der Trick: Zwei mal in den günstigen USA-Hyatts für umgerechnet 80 Euro übernachten und anschließend kostenfrei eine Urlaubsnacht im 600 Euro teuren Park Hyatt Mailand verbringen.

Zu guter Letzt gibt es auch rentable Club-Mitgliedschaften in vielen Luxus-Resorts. Die Hyatts in Berlin, Köln, Mainz und Hamburg z.B. bilden einen Gourmet-Zusammenschluss: Für 235 Euro im Jahr ist man Club-Mitglied und kann in den Hotels zu zweit für die Hälfte des Preises essen. Dazu gibts regelmäßig vergünstigte Hotelübernachtungen und auch eine Gratis-Nacht. Die Merriott Gold Card funktioniert ähnlich wie der Hyatt Gourmetclub, weitere Hotels haben vergleichbare Angebote. Wer ohnehin am Hungertuch nagt, der wird sich also auch mit diesem Wissen in keines dieser Häuser begeben können. Alle anderen aber wissen nun, wie sie auch beim Buchen eines Luxushotels ein echtes Schnäppchen machen können.

Quelle: FOCUS Online
Bild: StarwoodHotels.com

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