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Letzte Saison für die Eisbrecher im Polarmeer

Jahrelangem Polar-Tourismus wird jetzt ein Riegel vorgeschoben. Es gibt neue Regularien, die Eisbrecher nicht mehr ohne Weiteres in die Weltmeere lassen werden. Ab dem Jahr 2012 werden neue Regeln gelten, die Polarexpeditionen nicht mehr ohne Einschränkung dulden werden. Damit könnte der Winterurlaub in der echten Eisregion am Polarmeer der Vergangenheit angehören, wenn keine Touristen mehr hierher gelassen werden.

Maritime Expeditionen oder der Wunsch nach einer Kreuzfahrt durch das Eismeer könnten damit unerfüllbar bleiben, denn von nun an wird sich alles anders gestalten. Das aktuellste Beispiel für ein Touristenschiff im Eis ist das russische Boot, welches seit der Öffnung der Sowjetunion im Jahr 1991 in der Arktis gefahren wurde. Die Unterhaltung eines solchen Schiffes ist für den russischen Eisbrecher beinahe lebensnotwendig, hier ist das robuste Schiff einziges Verkehrsmittel und kann sich verlässlich auf allen zugefrorenen Regionen fortbewegen.

Die ArKtis Russlands umfasst 165 Längengrade und bietet Temperaturen um minus 50 Grad. Eisbrecher in diesem Seeterritorium werden jedoch auch in Zukunft hier übers Meer fahren. Dabei gibt es nun neue internationale Regeln, die für Grönland, die AntarKtis, Svalbard und die nördlichen Passagen der Hocharktis gelten. Damit dürfen nun bald keine Schweröl-Schiffe mehr hier verkehren.

Außerdem werden neue Brandschutz-Vorschriften gelten, die moderne Sprinkleranlagen aufweisen müssen. Man will auf verschiedene Weisen Umweltkatastrophen verhindern, doch gibt es keine Erfahrungen mit Sanktionen von Umweltsündern. Man wird abwarten müssen, ob der Polar-Tourismus tatsächlich gänzlich aus dem Betrieb genommen wird.

Quelle: welt.de
Bild: Angell Williams (Flickr)

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