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Berlin und Hamburg: Leihfahrräder nicht mehr so flexibel zu bekommen

Leihfahrräder sind ein weit verbreitetes Phänomen in Deutschland. In Zeiten des globalen Klimawandels ist es außerordentlich wichtig, dass man sich bewusst gegen das Auto entscheiden kann – und das in jeder Stadt. Bisher war es möglich, über den Service der Deutschen Bahn 'Call a Bike' an jeder größeren Kreuzung ein Fahrrad über das Handy zu mieten und dieses später an einer beliebigen Kreuzung wieder abzustellen. Zumindest in der Hauptstadt und Hamburg wird dieser ortsungebundene Service eingeschränkt: Fahrräder können zukünftig nur noch an festen Stationen angemietet werden.

Der Konzern begründet seinen Strategiewechsel wie folgt: Dem Mieter wird durch feste Mietstationen eine höhere Planbarkeit gewährleistet, denn es werde immer mehrere Fahrräder an den festen Standorten sein. Und vergangene Projekte geben dem Konzern Recht. In Hamburg wurde das System bereits vor längerer Zeit umgestellt und seitdem sind die Nutzungsraten nach oben gegangen. Musste man früher noch über eine Telefonnummer das Fahrrad anmieten, ist es nun die EC-Karte, über die man sich leichter identifizieren kann.

Vorerst wird es die festen Fahrrad-Standorte nur in Berlin-Mitte geben. Erst im Herbst sollen auch andere Stadtteile damit ausgestattet werden. Die Deustche Bahn befindet sich also gerade in einem Transformationsprozess. In München, Frankfurt am Main, Köln und Karlsruhe gibt es noch immer die flexiblen Standorte und Nutzer können die Bikes ganz spontan und in der ganzen Stadt anmieten. Daneben stehen Berlin, Hamburg und seit kurzem auch Stuttgart, wo der Service 'Call a bike' erhebliche Einschränkungen erfahren hat. Auf Dauer soll dies aber zum Erfolg führen.

Quelle: welt.de
Bild: Martin Ilbert (Flickr)

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