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Last Minute nach Mallorca

An jedem Tag fliegen die Ferienflieger aus den europäischen Ländern Mallorca an und bringen die Urlaubswilligen an ihr Ziel. Millionen Urlauber besuchen in jedem Jahr ihre absolute Lieblingsinsel, einige um es am Ballermann richtig krachen zu lassen, andere um abseits der Tourismuszentren die ruhigeren Seiten der Insel zu genießen. Wer nicht aus Gewohnheit wie in jedem Jahr auf der Baleareninsel Urlaub macht,nicht vom Hotelchef geduzt wird und im Flieger einen Stammplatz hat, sprich wer es sich vielleicht kurzfristig überlegt hat die Insel zu besuchen, der kann auf ein Last Minute-Angebot zurückgreifen.

Schon der Begriff Last-Minute suggeriert ja, dass man dieses Top-Angebot gerade noch bekommen hat, sozusagen bevor es ein anderer vor der Nase wegschnappt. Eigentlich spielt er aber darauf an, dass man es sich im allerletzten Moment überlegt hat, diesen Urlaub zu buchen. Manche pokern auf solche Angebote, obwohl der Urlaub schon seit Monaten eingereicht und geplant ist. Es ist sozusagen das Gegenteil vom Frühbucherrabatt, der Wühltisch der Restbestände, drastisch reduziert.

Wenn man weiß, worauf man sich einlässt, können solche Angebote tatsächlich sehr reizvoll sein. Extrem günstige Preise bei Pauschalpaketen erregen schnell das Interesse der Urlaubswilligen, vier Nächte auf Mallorca in einem Dreisterne-Hotel all inclusive für etwas mehr als 300 Euro, das hört sich wunderbar an. Das in Deutschland ein Hotel mit drei Sternen andere Standards hat, als in einer südländischen Touristenhochburg, muss als Basiswissen vorausgesetzt werden können, wenn man sich um solche Angebote bemüht.

Vor Ort entpuppen sich allerdings manches Mal die Hochglanzversprechungen aus dem Reisebüro als übertrieben. Vollpension bedeutet zwar, dass man auch am Abend zu Essen bekommt, aber wie gut und wie viel man dort isst, steht nicht im Prospekt. Da ist die Cola schon mal ohne Kohlensäure, das Toastbrot ungetoastet und die Salami klebrig. Auch kann es passieren, dass das Buffett schon von anderen zum Großteil weggefuttert wurde, wenn man spät dran ist. Wer all inclusive bucht, der tut das, um die Kosten für den Urlaub gut überschauen zu können. Problematisch wird es, wenn sich nach dem Check-In im Hotel herausstellt, dass mit kleineren Serviceleistungen noch Zusatzkosten auf den Urlauber zukommen, wie zum Beispiel eine Gebühr für die Benutzung des Safes.

Quelle: faz.net
Bild: manwalk (Pixelio)

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