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Sanfter Hippietourismus auf La Gomera

Lange Dreadlocks wirbeln durch die Luft, Hippies tanzen am Strand und Bongo-Trommler begleiten das bunte Treiben melodisch – dies ist La Gomera, oder zumindest das Bild, was viele von der zweit kleinsten Kanareninsel haben. Ganz falsch ist dies nicht! Den alternativen Charme konnten die Insulaner bisweilen beibehalten, doch der kommerzielle Tourismus kommt auf Samtpfoten daher.

Die 1960er Jahre standen im Zeichen des Vietnamkriegs und der sich ankündigenden Globalisierung. Viele Menschen waren auf der Suche nach dem ultimativen Paradies, wo die Welt noch in Ordnung war. Viele fanden dies auf La Gomera und lange wurde die Insel und ihre schwarzen Steinstrände von der Flower-Power-Bewegung bevölkert.

Diese hat die Insel zwar noch nicht komplett verlassen und allabendlich kann man am Valle Gran Rey im Südwesten der Insel bei Sonnenuntergang den Hippie-Zeremonien mit Fackelwerfern und barbusigen Frauen beiwohnen, doch schon längst weht ein neuer Wind auf der Insel.

Seitdem die Norweger den Hafen ausgebaut haben, können auch Kreuzfahrtschiffe auf La Gomera Halt machen und obwohl der Massentourismus mit Hotelburgen der Insel erspart blieb, gibt es doch unzählige Bungalow-Anlagen und befestigte Wanderwege, die nur mit Erlaubnis der Tourismusbehörde benutzt werden können. Es wird also ein interessanter Mittelweg gegangen: Tourismus ja, aber sanft und alternativ! Die Bungalows sind meist in verschiedenen bunten Farben gehalten, sind direkt in die Felsen eingelassen und werden von Palmenhainen und Bananenplantagen gesäumt. Die Restaurants in den kleinen Dörfchen zeugen von der bunten Geschichte der Insel und an jeder Ecke sind die inseltypischen Schrumpelkartoffel zu finden.

Quelle: spiegel.de
Bild: Till Krech (Flickr)

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