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Kulturhauptstadt 2011: Quito rüstet auf

Die Stadt Quito in Ecuador liegt hoch oben in den Anden, in einem Hochtal und stellt die Heimat von knapp 2 Millionen Ecuadorianern dar. Die Hauptstadt des kleinen Andenstaates im Westen Südamerikas wird oftmals als Ankunftsort wahrgenommen, von dem aus andere Teile des Landes, wie beispielsweise die berühmten Galapagos-Inseln, erkundet werden können. Doch Quito besitzt seinen ganz eigenen Charme und Glanz: Es lohnt sich der 1978 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Stadt mehr als einen flüchtigen Blick zu schenken.

Egal wo in der Stadt - ob in der historischen Altstadt, in der modernen Neustadt oder in den unübersichtlichen Vierteln der Südstadt - überall findet der Besucher eine Vielzahl an historisch bedeutsamen Bauten wie Klöster oder Kirchen. Als eine Art altes Rom gedacht, haben die europäischen Konquistadoren vor Jahrhunderten die Stadt auf alten Inka-Ruinen erbaut, die noch heute von diesem Zusammentreffen zwischen der europäischen und der Inka-Kultur erzählen kann.

Über viele Jahre hinweg wurde diese kulturelle Vielfalt, diese kulturelle Fusion, vernachlässigt und das kulturelle Erbe verkam. 2011 wird Quito nun Kulturhauptstadt in Amerika sein und somit hat eine einzigartige Rettung des Kulturerbes eingesetzt. Unterschiedliche Hilfsprojekte haben sich die Restaurierung der Stadt zum Ziel gesetzt und bilden gezielt Restauratoren aus. So finden auch Jugendliche aus bildungsfernen Schichten einen Ausbildungsplatz. Bedeutsame Bauten wie der Bischofspalast am Plaza Grande oder das Jesuitenkloster La Compañía de Jesús können so aufwändig restauriert werden. Die Hauptstadt wird also in ganz neuem Glanz erstrahlen.

Quelle: geo.de
Bild: Alex Proimos (Flickr)

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