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Hui oder Pfui: Kofferversteigerung am Flughafen

Eine Kofferversteigerung am Flughafen ist eine spannende Sache: Koffer aus aller Welt, die ihren Besitzer verloren haben, werden dann an neue Besitzer vergeben. Dabei bleibt der Inhalt der Koffer dem Bietenden bei der Auktion verborgen. Ob sich verborgene Kostbarkeiten oder gebrauchte Socken im Koffer befinden, findet nur der Meistbietende heraus. Das macht die Kofferauktion umso spannender.

    Oyvind Solstad/Flickr

Kofferauktionen an Flughäfen: Ein Event der anderen Art

Ob man bei einer Kofferversteigerung am Flughafen mitbietet oder den neuen Kofferbesitzer beim Auspacken über die Schulter schaut – die Kofferauktion ist ein unterhaltsamer Event.

Das wissen auch die Fundbüros bzw. Flughafenbetreiber. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise auf dem Flughafenfest des Airports Köln/Bonn die Kofferversteigerung öffentlich zelebriert, was jede Menge gute Presse einbrachte.

Jeder Flughafen organisiert die Versteigerung anders. In der Regel gibt es jährlich ein bis zwei Termine, an denen die Flughafen Fundsachen versteigert werden. Am Düsseldorfer Flughafen sowie auch in Köln/Bonn findet die Versteigerung im Flughafengebäude statt. Auf den Internetseiten der Flughäfen werden die Termine veröffentlicht.

Anders läuft es in Berlin und Hamburg an. Dort organisiert das städtische Fundbüro die Auktion rund um die Koffer. Beim Frankfurter Flughafen wurde aufgrund der großen Menge an gefundenen Koffern eine externe Agentur beauftragt, die Versteigerung durchzuführen.

Diese heißt H.D.Wendt und bietet monatlich einen Termin an, an dem das Gepäck seine neuen Besitzer findet. H.D. Wendt ist auch der Organisator für die Gepäckversteigerung von Lufthansa. In der Regel wird kein Eintrittsgeld für die Teilnahme an der Auktion erhoben. Der Meistbietende muss die ersteigerte Ware bei den meisten Auktionen in bar bezahlen. Ein Rücktritt vom Kauf ist zudem nicht möglich.

Hui oder pfui: Was ist drin?

Für wie viel Geld ein Gepäckstück bei der Kofferversteigerung am Flughafen verkauft wird, hängt vom Aussehen des Koffers sowie seiner Daten ab: Gerne werden Koffer genommen, die aus dem Ausland kommen, da der Meistbietende hofft, dass sich in ihm einige Urlaubssouvenirs befinden. Kleine Koffer deuten auf einen Businesskoffer hin, in dem Elektrogeräte sowie hochwertige Kleidung drin sein könnte. Ob hui oder pfui, weiß man erst, wenn man den Koffer ersteigert hat.

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