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Klettern unter der Erde

In der Kluterthöhle in Ennepetal können Schwindelfreie unter der Erde klettern. Das scheint ein ungewöhnlicher Ort für die Kletterei zu sein, verbindet man damit doch eher die Berge und blauen Himmel. In dieser Höhle gibt es aber eben doch die Möglichkeiten dazu und so können Mutige sich beim Licht einer Taschenlampe an die Bewältigung etlicher Höhenmeter machen.

Die Kluterthöhle im südlichen Ruhrgebiet ist etwa 5,5 Kilometer lang und somit eine der größten Natur- und Schauhöhlen in ganz Deutschland. Durch Auswaschungen vor etwa 350 Millionen Jahren entstanden, besteht sie heute aus mehr als 300 Gängen. Auf einer Fläche von 400 mal 200 Metern finden Interessierte zudem etliche Bäche und Seen. In jedem Jahr besuchen rund 44 000 Besucher die Höhle, um sie zu erkunden.

Diese Erkundungstouren können auf ganz unterschiedliche Weisen geschehen. Eine davon ist eben das Klettern. In voller Klettermontur und mit einer Taschenlampe bewaffnet können sich die Teilnehmer der Klettertouren zweieinhalb Stunden lang durch enge Gänge hangeln oder steile Abhänge hinab klettern, gesichert durch ein Seil und unterstützt durch einen professionellen Führer. Diese zugegebenermaßen schweißtreibende Entdeckungsreise durch die Höhle ist sicher die forderndste, aber auch die aufregendste Art, die Kluterthöhle kennen zu lernen.

Neben der Tour für Schwindelfreie wird auch noch die Erlebnistour angeboten, auf der die Besucher ebenfalls mit Taschenlampe und Helm ausgerüstet werden und an manchen Stellen der Höhle auch mal auf dem Bauch durch enge Passagen robben müssen. Auf der ganz normale Führung durch die Kluterthöhle hingegen kann man sich aufrecht durch die Gänge führen lassen und erfährt auch so eine Menge Wissenswertes über diesen Ort.

Quelle: rp-online.de
Bild: Kluterthöhle

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