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Italiens Tourismus schwächelt

Auch das noch! Nachdem man sich seit Jahren im krisengeschüttelten Italien mit korrupten Politikern, ständigen Parlamentswechseln, der Mafia und stinkenden Müllbergen auseinandersetzen musste, kommt jetzt die nächste Hiobsbotschaft.

Das Aushängeschild des schönen Mittelmeerlandes – der Tourismus – er schwächelt.

Wie die römische Tageszeitung La Repubblica jetzt schrieb, steckt das Urlaubsparadies in einer ernsten Krise. Denn während weltweit die Tourismusbranche zweistellig wachse, habe Italien in den vergangenen Jahren nur sehr dürftig zulegen können.

Schnell ist die Rede von einem Imageverlust. So schreibt die Tageszeitung: "Unser Land läuft Gefahr, nicht mehr als antik, sondern als alt angesehen zu werden, nicht mehr als Garten Europas, stattdessen als Müllkippe."

Die Branche, in der in Italien jährlich mehr als 156 Milliarden Euro umgesetzt werden und in der jeder neunten Italiener beschäftigt ist, spricht von einem Bumerang der andauernd schlechten Nachrichten.

Gemessen an der Zahl der Besucher ist Italien seit 1970 von dem ersten auf den fünften Rang abgerutscht. Die Übernachtungen, so gibt der Touring Club Italiano (TCI) bekannt, seien nur sehr schwach gewachsen. Gemessen am Weltmarktanteil sei man sogar von China überholt worden.

Eine gute Nachricht aber gibt es dennoch. Die Deutschen halten fest zu ihrem Lieblingsland Nummer eins. Ein Drittel der Gästeankünfte entfallen auf die deutschsprachigen Länder, und somit ist Deutschland für den italienischen Tourismus der wichtigste Markt.

Allerdings scheint dies leider nicht ganz auszureichen, um international ganz vorne im Tourismus mitzumischen. Neuer Wachstum muss andernorts gefunden werden.

Quelle: Süddeutsche-Zeitung
Bild: Dr. Wendy T.L. (Flickr)

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