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In der Diskussion: Die Sicherheir bei Germanwings und Ryanair

Immer mehr Menschen reisen mit dem Flugzeug. Mit keinem anderen Verkehrsmittel kann man schneller jeden beliebigen Punkt der Erde erreichen.

Der Preiskampf der Fluglinien wird dadurch immer härter. Natürlich ist jeder Passagier bemüht, einen günstigen Flug zu buchen. Die Frage ist, ob dies auf Kosten der Sicherheir, z.B. bei Germanwings und Ryanair, geht.

Zählt Gewinn mehr als Sicherheit ?

Bei den sogenannten Billigfliegern geht der Ärger schon bei den Zusatzkosten los. Oftmals vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich als gar nicht mehr so billige Flüge, wenn man die Nebenkosten für Gepäck und sonstige Gebühren dazu rechnet. Wer schon einmal eine Hotline in Anspruch nehmen musste, wird auch hier überteuerte Preise feststellen. Und erst recht Umbuchungen schlagen heftig zu Buche.

Aber so richtig schlimm wird es, wenn an der Sicherheir bei Germanwings und Ryanair zu Gunsten der Kosten gespart wird. Der Chef der Ryanair, Michael O`Leary, sieht sich heftigen Vorwürfen ausgesetzt. Die Pilotengewerkschaft Cockpit wirft ihm vor, dass seine Sparvorgaben die Sicherheit von Passagieren gefährden.

Wegen der hohen Treibstoffpeise sank der Gewinn für diese Fluggesellschaft um 29 %. Daher hat er seine Piloten angewiesen, so viel Benzin wie möglich zu sparen. Er führe sogar Listen, auf denen die Piloten aufgezeigt werden, die am wenigsten bzw. am meisten Benzin verbrauchen. Dieser Druck sei laut der Pilotengewerkschaft sicherheitsgefährdend. O´Leary wehrt sich natürlich gegen diese Vorwürfe und sagt, dass es niemals zu einer kritischen Treibstoffmenge gekommen sei. Fakt ist aber, dass im Juli allein drei Flugzeuge in Valencia landen mussten, da das Benzin wegen Schlechtwetter knapp wurde und ein Weiterflug bis nach Madrid kritisch erschien.

Sicherheit und Arbeitzeiten

Nachdem man nun auch noch die Arbeitszeiten der Piloten verlängern möchte, stellt sich die Frage, ob die Sicherheit den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet wird.

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA gibt zu Bedenken, dass die Sicherheir, nicht nur bei Germanwings und Ryanair, nach einer Schicht von 22 Stunden, nicht mehr zu gewährleisten sei.

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