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Illegale Mitbringsel

Wer Urlaub in exotischen Ländern in Südostasien, Afrika, den Tropen oder Lateinamerika macht, ist manchmal so fasziniert von der dortigen Flora und Fauna, dass er Teile davon gerne als Souvenir mit zurück nach Deutschland bringen möchte. Das ist kein Problem solange die mitgebrachten Tiere nicht artgeschützt sind und angemessen verpackt werden – dann ist die Einfuhr legal. Häufig ist dieses aber nicht der Fall und meist ist den Touristen dabei gar nicht klar, dass ihr neues Haustier streng artgeschützt ist.

Am Frankfurter Flughafen kommen die beiden Artenschutzspürhunde Labrador Uno und Schäferhündin Amy in den Sommerferien besonders häufig zum Einsatz. Rund 5% der eingeführten Tiere leben noch – beliebt sind beispielsweise Schildkröten, die klein sind und keinen Lärm machen. 95% der mitgebrachten Tiere sind jedoch tot und werden als eingelegte Schlangen oder zu Gitarrenbäuchen verarbeitete Gürteltiere eingeführt. Daher kontrolliert der Zoll Flüge aus diesen exotischen Ländern, aus denen häufig auch Rauschgift geschmuggelt wird, auch auf Tiere.

Manchmal ist der Beweggrund für die Touristen, dass sie Tiere aus ihren Käfigen auf den Märkten retten wollen. Dieses ist aber ein Trugschluss: Jedes gekaufte Tier wird sofort durch ein neues ersetzt. Und die von den Urlaubern ‘geretteten’ Tiere überleben häufig die Reise nicht. Auch wenn sie von den Zollbeamten lebend gefunden werden, kehren sie meistens nicht in ihre Heimat zurück, sondern finden im Zoo ein neues Zuhause. Ein Tourist tut einem Tier mit der ‘Rettung’ demnach keinen Gefallen.

Zu den illegalen Mitbringseln zählen unter anderem Folgende: Jaguar-Fell, Tiger-Bettvorleger, ausgestopfte Löwenbabys, Primaten (Affen), Elfenbein, Rhinozeros, Korallen, bestimmte Muscheln, Krokodilfleisch, Elefantenfüße, Reptilienleder oder ausgestopfte Reptilien, Schlangen und Schlangenleder, eingelegte Kobras in vietnamesischem Reisschnaps, Gallensaft von chinesischen Mondbären, Skorpione, ausgestopfte Fledermäuse, präparierte Meeresschildkröten und viele mehr. Wenn die Zollbeamten streng geschützte Arten finden, drohen den Touristen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldbußen bis zu 50.000€.

Quelle: sueddeutsche.de

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