Excite

Hongkong – alles andere als typisch chinesisch

Es ist vor allem die westliche Prägung, die hier ins Auge fällt: Die Überreste der britischen Kolonialzeit, wie der Linksverkehr oder die Pferderennen. Alles kleine Akzente, die es in Hongkong zu entdecken gilt und die den Besucher schmunzeln lassen.

Es ist die Mischung von Tradition und Moderne, die fasziniert und zugleich berührt. In den Strassen Hongkongs sind traditionelle Garküchen oder buddhistische Mönche ebenso zu finden wie Fastfood-Ketten oder Einkauftempel der großen Designer. Zwischendurch irritieren die typisch britischen Doppeldeckerbusse mit denen man eine Stadtrundfahrt unternehmen kann. Vorbei an den traditionellen Märkten des Mongkok-Viertels, hinein in das Vergnügunsviertel Wan Chai.

Genauso empfehlenswert ist die Metropole per Seeweg zu entdecken, eine Rundfahrt mit der Star Ferry, jenen wunderbar altmodischen Doppeldecker-Dampfern aus Kolonialzeiten. Mit 80 Cent pro Fahrt ist man dabei. Kaum eine Bootsfahrt weltweit ist schöner als die von Kowloon hinüber nach Hongkong Island, wo die dicht gedrängten und doch nach traditioneller Feng-Shui-Architektur gebauten Wolkenkratzer abends leuchten.

Hongkong ist ein Stück Westen in Fernost, denn seit dem Abzug der Briten gilt es als 'Sonderverwaltungszone' von China, der einzige Ort in der Volksrepublik mit großer Autonomie, mit Freiheitsrechten, mit einem halbwegs frei gewählten Parlament und einer Opposition. Zwar nicht ganz so demokratisch wie im Westen, aber für chinesische Verhältnisse einmalig. Und so kann der Reisende das mehrfache Glück genießen: Im Viertel Lan Kwai Fong die besten Dim Sums von Südostasien essen und dabei in der 'South China Morning Post' zum Beispiel über Demonstrationen und über Kritik an Peking lesen.

Quelle: morgenpost.de
Bild: carolinejoan (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017