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Hoch hinaus: Neuer Zugang zur Aussichtsplattform des Kölner Doms

Es ist soweit: Der neue Zugang zum Turm des Kölner Doms ist fertig! Das recht komplizierte und arbeitsreiche Projekt hat sich gelohnt. Die 600 000 Menschen, die jedes Jahr der Stadt am Rhein einen Besuch abstatten und sie von oben betrachten wollen, müssen nun endlich nicht mehr erst den Innenraum der mächtigen Kathedrale betreten und die Gottesdienste stören, um in luftigere Höhen zu gelangen..

Im Gegenteil: Um eine Turmbesteigung anzugehen, muss man nun erst einmal in die mittelalterlichen Fundamente des Doms hinabsteigen, um von dort aus dann über einen unterirdischen Tunnel durch die südliche Fundamentmauer des Turms zu einer Wendeltreppe zu gelangen, die auf die Plattform in fast 100 Metern Höhe führt. Von hier aus kann man dann in aller Ruhe einen einzigartigen Panoramablick auf die gesamte Stadt, den Rhein und -bei gutem Wetter- auch auf das Siebengebirge werfen.

Die jahrelange Planung der komplizierten unterirdischen Arbeiten hat das Projekt recht langwierig und kompliziert gestaltet: Zwölf Meter dicke, mittelalterliche Mauern mussten an zwei Stellen durchbrochen werden. Die architektonisch aufwendige Lösung kostete rund fünf Millionen Euro. Jedoch mit vollem Erfolg! Wer den Südturm hinaufsteigt, der kann auch einen Blick auf das Grabungsgelände unter dem Dom werfen- eine weltweit einmalige Gelegenheit, mittelalterliche Fundamente hautnah einzusehen!

Zur Einweihung des neuen Zugangs segnete der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner das Bauwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, mit Weihwasser. Der Neubau auf dem Domplatz ist unauffällig und minimalistisch aus Naturstein und Glas umgesetzt worden. In einem weiteren Anbau werden Souvenirs und Bücher verkauft. Ebenso hat die Stadt gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und die WC-Anlagen erneuert: Es handelt sich wohl um die elegantesten Toiletten, die ganz Köln betreibt…!

Quelle: n-tv.de, focus.de
Bild: Dirk Schmidt (Pixelio)

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