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Hier tagte der G8: Die Abruzzen

Vor drei Monaten waren die Abruzzen in den Schlagzeilen, als ein verheerendes Erdbeben die Stadt L'Aquila zerstörte. Nun tagt der G8-Gipfel in der mittelitalienischen Region und wieder spricht man über die Abruzzeser und ihr Land. Das sind sie eigentlich gar nicht gewohnt, denn dieser Teil des Stiefels ist bei Touristen wenig bekannt und beliebt. Eigentlich verwunderlich, denn die Abruzzen sind wunderschön und haben für Urlauber einiges zu bieten.

Vor allen Dingen gibt es dort viel Natur. Die meisten Schutzgebiete Italiens finden sich hier, insgesamt ist ein Drittel der Region als Naturschutzgebiet deklariert. So befindet sich zum Beispiel der große Gran Sasso Nationalpark dort. Die Gebirgszüge in den Abruzzen sind die höchsten Erhebungen des Apennin. Der Corno Grande blickt mit seinen 2914 Metern Höhe majestätisch bis zur Adria im Osten hinab.

Berühmtheit erlangte der kleine Ort Scanno, als ein französischer Fotograf Mitte des letzten Jahrhunderts dort Fotos schoss. Der Ort hängt an den Hängen des Apennin wie getrockneter Harz an einer Baumrinde und ist wohl mittlerweile einer der am häufigsten fotografierten Orte der Abruzzen geworden. Hier, zwischen der Bergkette im Westen und dem Meer im Osten, zeigt das wilde Herz Italiens seine ganze Schönheit. Rau und lieblich zugleich lernt man in den Abruzzen einen Teil der italienischen Seele verstehen.

Neben den Schönheiten der Natur hat die Region auch lukullische Hochgenüsse zu bieten. Rustikale Küche ist für alle Liebhaber italienischer Kochkünste sicherlich ein reizvoller Gedanke. Mittlerweile schämen sich die Abruzzeser auch nicht mehr ihrer bäuerlichen Lebensart, sondern nutzen das Klischee stolz und erfolgreich, um Menschen für ihre Region zu begeistern.

Quelle: welt.de
Bild: pizzodisevo (Flickr)

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