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Härtere Strafen für das Rauchen im Flugzeug gefordert

Raucher haben es an Bord von Flugzeugen schwer, seitdem es verboten ist, über den Wolken der Nikotinlust zu frönen. Doch statt Enthaltsamkeit zu üben oder auf Nikotinkaugummis oder –pflaster zurückzugreifen, gibt es immer noch Passagiere, die über den Wolken heimlich Rauchen.

Das ist den meisten Fluglinien ein Dorn im Auge und so fordern diese schon seit Jahren einheitliche Regelungen und härtere Sanktionen für Missetäter. Es kann nämlich dazu kommen, dass die Rauchmelder in den Maschinen Alarm schlagen und die Maschine gezwungen ist, eine außerplanmäßige Zwischenlandung einzulegen.

Wie der Stern Online berichtet, erheben die Behörden bereits Bußgelder, die sich zwischen 170 und 225 Euro bewegen. Die Bußgelder scheinen aber nicht genug Abschreckung zu bieten, denn nach Angaben des Luftfahrtbundesamtes nehmen die Vorfälle nicht ab. Und während es in anderen Ländern stärker geahndet und verfolgt wird, werden die in Deutschland zur Anzeige gebrachten Vorfälle in der Regel fallengelassen.

In Deutschland wird das Rauchen nämlich als eine einfache Ordnungswidrigkeit gesehen, während das in vielen anderen Ländern als Transportgefährdung wahrgenommen und empfindlich bestraft wird. Nun fordert das Luftfahrtbundesamt, dass auch die Gesetze in Deutschland so geändert werden, dass das Rauchen an Bord von Flugzeugen eindeutig als Transportgefährdung angesehen wird.

Oder die Fluglinien machen es wie Billiganbieter Ryanair und bieten rauchfreie Zigaretten an. Diese "Similar Smokeless Cigarettes", enthalten zwar Nikotin, sind aber rauchfrei, weil sie nicht angezündet werden. Die haben dann auch den stolzen Preis von sechs Euro für eine Schachtel von 10 Zigaretten, sind aber billiger als die Geldstrafen, die für das Rauchen im Flugzeug ausgeprochen werden.

Bild: hobvias sudoneighm (Flickr), Gareth Simpson (Flickr)

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