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Guernsey - eine einflussreiche Insel

Die Insel Guernsey liegt zwar 40 Kilometer vor Frankreich, gehört aber zur britischen Krone, darauf legen die Bewohner großen Wert.

Dennoch kann man den französischen Einfluss nicht von der Hand weisen, das spiegelt sich vor allem in der Esskultur der Einheimischen wider. Guernsey ist die zweitgrößte der sogenannten Kanalinseln im Ärmelkanal, sie gehört zu England hat aber ihr eigenes Recht und eine eigene Währung, das Guernsey-Pfund. Gegensätze findet man auch in der einheimischen Küche, wo die Einflüsse beider Länder zusammenfließen.

Im Herbst findet auf der Insel das Tennerfest statt, fast alle Restaurants bieten bis Mitte November 3-Gänge-Menüs zum Sparpreis an. Für die knapp 6500 Einwohner gibt es an die hundert Restaurants, da haben vor allem Urlauber die Qual der Wahl. Die besten tragen französische Namen, aber die Etikette ist englisch. Doch beim Essen wird natürlich französischer Wein serviert. Gegessen werden am liebsten Leckereien aus dem Meer wie gratinierte Austern, gefüllte Sepien vom Grill, aber auch die berühmten Fish 'n' Chips.

Gerade der Fisch ist hier von achtbarer Qualität, da die Fischerboote nicht tagelang auf dem Meer sind, sondern stets am Abend in den Hafen einlaufen. Doch auch Einflüsse anderer Länder und Kulturen sind auf Guernsey zu entdecken. Auf einem Hügel nahe der Südküste steht ein Kapellchen mit kulinarischem Bezug. Seine Mauern sind mit Tausenden Muschelschalen und Porzellanscherben verziert. Die sogenannte Ruette, das Sträßchen, führt dorthin, eine Bezeichnung die aus dem jamaikanischen Patois kommt. Somit verspricht die Insel eine bunte Entdeckungsreise für neugierige Besucher.

Quelle: zeit.de
Bild: Josef Becker (Pixelio)

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