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Goal für den Naturschutz in Afrika

Passend zur WM 2010 kann der Serengeti Nationalpark in Tansania einen absoluten Erfolg verbuchen. Dorthin wurden nun die ersten sechs der stark gefährdeten Spitzmaulnashörner zurückgeführt. Insgesamt sind es 32 Tiere, die im Nationalpark wieder ihre ursprüngliche Heimat haben werden.

Vor etwas mehr als vier Jahrzehnten war die Population der Spitzmaulnashörner in Ostafrika stabil, mit steigender Tendenz. Doch die Wilderei innerhalb des Serengeti National Parks führte dazu, dass die Zahl der Spitzmaulnashörner von 1000 auf weniger als 70 Exemplare geschrumpft ist. Eine erschreckende Bilanz, doch seit 2002 haben sich die 'Singita Grumeti Reserves' (SRG) dafür eingesetzt, das Gebiet zu sichern und zusammen mit den örtlichen Gemeinden alternative Wirtschaftszweige zur Wilderei zu erarbeiten. Seit dem ist die Anzahl der Wildtiere stetig gewachsen. Doch nicht zuletzt auch durch das Engagement der Beteiligten des Gemeinschaftsprojekts, wie dem Tansanischen Ministeriums für Natürliche Ressourcen und Tourismus, dem 'Tanzania National Parks' (TANAPA), der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und dem 'Singita Grumeti Fund' (SGF).

Noch im Jahr 1995 war der einstige Bestand von über 65.000 Spitzmaulnashörnern auf 2.410 Tiere gesunken. Nur durch gezielte Erhaltungsmaßnahmen konnte in den letzten 15 Jahren der Arterhalt der Wildtiere gesichert werden und der Stand auf 4.230 Spitzmaulnashörnern erhöht werden. Davon leben gerade einmal 123 Tiere in Tansania, die restlichen ca. 98% der Gesamtpopulation sind in Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia verteilt. Dennoch: Der Zuwachs im Serengeti Nationalpark führt zunächst dazu, dass sich die Herden der Spitzmaulnashörner neu mischen und dass das Erbgut und damit der Erhalt gesichert wird. Gleichzeitig hat dies einschneidende Auswirkung auf das gesamte Ökosystem der Serengeti.

Quelle: reisenews-online.de
Bild: Kunstzirkus (Pixelio)

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