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Das Wendland: Mehr als Protestkultur und Gorleben!

Letztes Jahr im November war das Wendland in aller Munde: Der Rücktransport des aufgearbeiteten Atommülls führte durch die kleine Region im Nordosten Niedersachsens und Umweltaktivisten besetzten die Schienen. Das Motto lautet: Schottern im Wendland! Doch die Region hat mehr zu bieten als Polizeiaufgebot und Protest! Das kleine Dorf Gorleben, wo der Zug am Ende doch noch ankam, ist nur ein kleiner Teil aus einem landschaftlich und kulturell hochinteressanten Mosaik!

Das Wendland hat seinen ganz eigenen, vielleicht etwas verträumten Charme. Als ehemaliges Grenzgebiet zu Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hat hier während des Kalten Krieges die Nation aufgehört – bis heute gibt es keine Autobahn, die durch die Region führt. Nachdem man die Autobahn in Hannover oder Lüneburg verlassen hat, muss noch über eine Stunde der Landstraße folgen, um die Region zu erreichen.

Ist man erst einmal dort, gibt es viel zu entdecken: Das Besondere des Wendlands ist seine enorme Weite; man scheint unendlich weit in die Ferne schauen zu können. Am besten bringt man sein Fahrrad oder die Wanderausrüstung mit. Die fast noch unberührte Natur bietet vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat: Jahr für Jahr kommen fast 100 Schwarzstörche in die Gegend.

Bei einer Wanderung auf dem Wendlandweg wird man außerdem viele der sogenannten Rundlingsdörfer passieren – eine weitere Attraktion der Region! Früher wurden die einzelnen Gehöfe eines Dorfes kreisrund um den Dorfplatz herumgebaut, diese waren nur über eine Zufahrt erreichbar und man vermutet, dass dahinter ein sehr geselliger Gedanke steht, sind doch alle Hausfronten einander zugewandt.

Quelle: news.de
Bild: michael R. (Pixelio)

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