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Flusskreuzfahrten: Urlaub für jedermann?

Im Vergleich zu Hochseekreuzfahrten leiden viele Betreiber von Flusskreuzfahrten unter einem massiven Imageproblem: Nur wenig junge Leute entschließen sich, eine Fahrt auf einem Fluss zu buchen. Es ist meistens die Generation 60+, die ihren Urlaub auf einem der zahlreichen Schiffe, die die Flüsse in Europa und in der Welt befahren, verbringen. Die Reedereien haben dieses Problem erkannt und unterschiedliche Strategien entwickelt, wie die Flusskreuzfahrt an sich modernisiert werden könnte. Man möchte weg von dem altmodischen und langweiligen Bild, das viele Menschen noch haben.

Doch was für viele ein unattraktiver Nischenmarkt sein mag, hat trotz Imagekrise im letzten Jahr einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht: Laut des Deutschen Reiseverband (DRV) haben die Buchungen für Flusskreuzfahrten im Jahr 2010 um fünf Prozent zugenommen. Nun will auch TUI in das Geschäft mit den Flusskreuzfahrten einsteigen und dieser vermeintlich biederen Reisemöglichkeit ein modernes Gesicht verpassen.

Die Flotte von TUI wird sechs Schiffe beinhalten, die bis spätestens April 2011 alle zu Wasser gelassen werden und das alte Image der Flusskreuzfahrt entstauben sollen. Weg von Walzerabend Alleinunterhalter und Geranienstrauch, hin zu Freiluftkino und anspruchsvoller Unterhaltung – so lautet das Motto! Die TUI-Konkurrenz sieht die Ambitionen des Konzerns eher skeptisch. Der Rest der Branche ist sich zwar des einseitigen Images bewusst, legt jedoch keinen Wert drauf, dies zu ändern. Die Fokuslegung auf die Generation 60+ hat bisher viele Vorteile und konstante Zahlen gebracht, hört man von Experten. Es gibt keinen offensichtlichen Grund, diese Strategie zu ändern.

Quelle:n-tv.de
Bild: hrs51 (Flickr)

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