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Flugticketsteuer lässt Preise in die Höhe schnellen

Seit dem 1. Januar 2011 ist das Fliegen in Deutschland teurer geworden, denn als erste Folge des im letzten Jahr geschnürten Sparpakets setzte an diesem Tag die sogenannte Flugticketsteuer ein. Auf alle kommerziellen Passagierflüge von deutschen Flughäfen aus wird nun eine Luftverkehrsabgabe erhoben, mit der die Bundesregierung rund eine Milliarde im Jahr einnehmen möchte.

Das Problem: Einige Fluggesellschaften schlagen noch weitere Erhöhungen drauf, so dass Flüge – sowohl innerhalb Deutschlands als auch Fernreisen – eine deutliche Preissteigerung erfahren haben. Die Konsequenz sieht so aus, dass immer weniger Flüge gebucht werden und der Verlust den Fluggesellschaften schadet.

Bei Flugreisen, die eine Strecke bis zu 2500 Kilometer vorsehen, wird der Flugpreis um 8 Euro erhöht, innerhalb Deutschland durch die Mehrwertsteuer sogar auf gute 9,50 Euro. Die nächst größeren Stufen sehen Abschläge zwischen 25 und 45 Euro vor. Bei einer vierköpfigen Familie, die beispielsweise eine Reise nach Kenia plant, bedeutet dies eine Erhöhung der Kosten um knapp 200 Euro – ein gewaltiger Unterschied und für viele Grund genug nach Reisealternativen zu suchen. Den Urlaub in Deutschland zu verbringen; an Orten, die man mit dem Auto oder Bahn erreichen kann, wird immer attraktiver.

Denn es kommt noch dicker: Die Fluggesellschaften runden die erhobene Steuer oftmals großzügig auf, so dass dann Extra-Abgaben von bis zu 50 Euro anfallen können. Die entsprechenden Anbieter rechtfertigen dieses Vorgehen mit der Aussage, dass die neue Steuer einen gewaltigen zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeutet. Doch nicht alle Fluggesellschaften verfahren so: Der Urlauber wird merken, dass sich der Umgang mit der neuen Gesetzgebung von Anbieter zu Anbieter unterscheidet.

Quelle: zeit.de
Bild: Bill Ward (Flickr)

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