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Vielflieger aufgepasst: Versteckte Kosten bei Bonusprogrammen

Es gehört zum guten Ton in der Flugbranche, treue Kunden und Vielflieger durch Bonusprogramme zu beschenken. Mittlerweile ist es bei jeder großen Fluggesellschaft möglich, sogenannte Flugmeilen zu sammeln, die dann später – gemäß der Anzahl – gegen Freiflüge eingetauscht werden können. Das Problem: Servicegebühren und Steuern müssen trotzdem gezahlt werden!

Die Redakteure der Zeitung 'Reise&Preise' haben dieses Problem einmal näher unter die Lupe genommen und haben die unterschiedlichen Bonusprogramme 13 großer Fluggesellschaften vergleichend analysiert. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Freiflüge im Endeffekt teurer sind, als zum Beispiel Billigflüge auf der gleichen Strecke.

Die Zeitschrift hat den Test bei zwei Strecken ausprobiert: Der innereuropäische Flug nach Nizza und der Langstreckenflug nach Bangkok. Beim ersteren stellt sich die Situation wie folgt dar: Der Passagier muss für einen Freiflug nach Nizza zwischen 20.000 und 30.000 Flugmeilen vorweisen. Kann er dies, berechnen ihm die Fluggesellschaften für die Sicherheitsgebühren, die Flughafensteuer, die Service-Entgelder und Kerosinzuschläge einen Betrag um die 200 Euro. Ein Billigflug nach Nizza kostet aber nur rund 99 Euro – alle Steuern und Gebühren inklusive!

Bei Flügen nach Bangkok stellt sich die Situation ähnlich dar: Erst einmal muss der Kunde wahnsinnig viele Flugmeilen haben, um diese für einen Flug in die thailändische Metropole geltend zu machen – hierfür muss er fast ein Dutzend transatlantische- oder pazifische Flüge vorweisen und bezahlen können. Bei dieser Anzahl an Flugmeilen angelangt, berechnen die Fluggesellschaften dann bei einem Freiflug nach Bangkok immer noch Zusatzkosten in Höhe von rund 300 Euro.

Quelle: focus.de
Bild: HD N (Flickr)

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