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Lufthansa: Gewerkschaft kündigt Streik an

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, Urlauber kommen erholt und braungebrannt wieder aus ihren Feriengebieten zurück. Wer sich die Lufthansa als Fluggesellschaft ausgesucht hat, muss allerdings mit Turbulenzen rechnen, denn die Flugbegleiter wollen in den Streik treten. Das kündigte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo jetzt an. Insgesamt geht es dabei um 19.000 Stewardessen und Stewards. Dabei wolle Ufo erst wenige Stunden vorher ankündigen, wann und wo der Streik beginnt. Es solle sich dabei um "örtlich und zeitlich begrenzte" Arbeitsniederlegung handeln.

Der Grund für den bevorstehenden Arbeitskampf sind die gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und Lufthansa. Es gibt vor allem Differenzen beim Thema Leiharbeit. In der Nacht zum Dienstag hat Ufo die Verhandlungen deswegen abgebrochen und den Streik angekündigt. Die Gewerkschaft forderte, dass Schluss mit Leiharbeit in Flugzeugen sein soll. Außerdem solle das Flugpersonal fünf Prozent mehr Lohn erhalten.

Die Lufthansa dagegen sieht sich gezwungen, zu sparen. Der Wettbewerb zwischen den Gesellschaften sei sehr hart und außerdem stünden Investitionen in Milliardenhöhe an. 3.500 Stellen sollen deswegen gestrichen werden. Die Lufthansa möchte 1,5 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren einsparen.

Nun soll es also zu einem Fluglotsen-Streik kommen. Es wäre Premiere, denn bisher begaben sich die Flugbegleiter der Lufthansa bis auf kleinere Warnstreiks noch nicht in den Arbeitskampf. Europas größte Fluggesellschaft will die Streik-Androhung aber nicht untätig hinnehmen. Die Lufthansa prüfe laut der FAZ, ob sie gegen den Streik eine Klage einreichen könne. Sie denke dabei vor allem an ihre Kunden, die sicherlich kein Verständnis für den Arbeitskampf haben werden. Man sei aber gut darauf vorbereitet, falls tatsächlich die Stewardessen und Stewards streiken werden.

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