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Felstenkloster in der judäischen Wüste wieder erreichbar

Die judäische Wüste ist für viele Touristen und Pilger ein ganz besonderer Ort. Die Reise durch das Wüstental, das sich zwischen Jerusalem und Jericho erstreckt und Heimat vieler historisch bedeutsamer Stätten ist, gehört zu den beeindruckensten Erlebnissen eines Israel-Besuches. Ein ganz besonderes Highlight stellt die Wanderung zu dem griechisch-orthodoxen Kloster des Heiligen Georg von Khoziba dar, welches aber bisher eine große Herausforderung an die Reisenden stellte.

Die Zufahrtsstraße zu dem aus dem fünften Jahrhundert stammenden Felsenkloster war vor drei Jahren durch eine Sturmflut und ein Erdbeben zerstört worden. Das an Felsen hängende Kloster konnte nur durch eine sehr mühsame Reise erreicht werden und Reisende mussten stets ein gewissen Maß an Abenteuerlust mitbringen.

Dies hat sich nun zum Glück geändert, da das israelische Tourismusministerium gemeinsam mit anderen Partner eine neue Straße bauen lassen hat und so den Weg frei gemacht hat, diesen bedeutsamen Ort zu besuchen. Auf den Besucher warten eine Vielzahl an Fresken und Mosaiken, die aus einer längst vergessenen Zeit erzählen. Ein ganz besonderes Relikt stellt ein Schrein in der Mitte des Klosters dar, der die Schädel von 14 Mönchen beinhaltet.

Im 6. Jahrhundert war das Kloster von Persern überfallen worden, die ihre blutige Spur hinterlassen hatten. Auch sonst war das Kloster Schauplatz vieler besondere Ereignissen der christlich-orthodoxen Geschichte: Unter anderem soll der Prophet Elias ganz in der Nähe des Klosters für einige Jahre in einer Höhle gelebt haben und über die Unfruchtbarkeit seiner Frau getrauert haben. Später sei ihm ein Engel erschienen, der die Nachricht über Marias Empfängnis übermittelte.

Quelle: n-tv.de
Bild: Jean-Cornelius K (Flickr)

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