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Stärkere Sicherheitsmaßnahmen in der EU: Weitergabe von Fluggastdaten geplant

Was derzeit in den Reisenews zu hören ist, wird viele Touristen nicht erfreuen, denn die EU-Kommission plant die Weitergabe von Fluggastdaten.

Was in den USA zum Alltag am Flughafen gehört, wird auch bald in Europa eingeführt werden: Die Daten von Fluggästen sollen beim Einchecken direkt an die Europäische Sicherheitsbehörde weitergeleitet werden. Allerdings sind sich die 27 EU-Mitglieder noch nicht ganz einig darüber, welche exakten Daten es sein soll. Deutschland zieht in Bezug auf diese Regelung noch Gesprächsbedarf.

Dagegen spricht sich Großbritannien für eine scharfe Regelung aus. Doch nicht nur Deutschland sieht dieses Gesetzt kritisch. Auch Österreich, Slowenien, Luxemburg und Malta möchten ihre Bürger vor dem digitalen Stripease schützen und hoffen auf einen Kompromiss innerhalb der EU-Kommission. Bis jetzt wurde vereinbart, dass nur PNR-Daten, also Informationen zur Anschrift, Kreditkarten und Telefonnummern, weitergegeben werden sollen. Jetzt kommt die Diskussion auf, ob auch andere persönliche Angaben wie Religionszugehörigkeit, Gesundheit, Ethnie und Sexualität die EU-Sicherheitsbehörde erreichen sollen.

Als Tourist sollte man sich fragen, woher diese Daten stammen! Die Daten würden fünf Jahre lang gespeichert werden und wären jederzeit abrufbereit. Die Kosten für das neue Überwachungssystem würden, laut Aussage der EU-Kommission, die Airlines sowie die Flugtouristen tragen, was natürlich einen Anstieg der Flugpreise zur Folge hätte. Es bleibt abzuwarten, wie und wann sich die EU-Mitgliedsstaaten einigen. Sollte es zu einer verschärften Sicherheitsreglung kommen, bleibt auch die Frage offen, ob die Tourismusbranche unter dem neuen Gesetz leiden würde.

Quellen: focus.de, welt.de
Bild: Sindre-Wimberger (Flickr)

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