Excite

Ein paar Tipps zum Oktoberfest 2008

Das Oktoberfest hat noch bis zum 5. Oktober seine Pforten geöffnet und gerade, wer zum ersten Mal den Ausflug auf die Wiesn nach München wagt, der kann ein paar Tipps gebrauchen. Wo feiert es sich am besten auf dem größten Volksfest der Welt? Wo wird es nicht ganz so teuer? Welche Promis kann man treffen und was gehört überhaupt zum Grundwissen über das Münchner Oktoberfest?

Das Oktoberfest findet tatsächlich schon seit 1810 statt und zieht jährlich über sechs Millionen Besucher an. Auf der 42 Hektar großen Theresienwiese wird getrunken, gespeist und getanzt. Neben 60.000 Hektolitern Bier werden auch 500.000 Brathendl an den Mann (oder die Frau) gebracht. Diese unglaublichen Zahlen führen zu einem Umsatz im Bereich um eine Milliarde Euro. Kein Wunder, dass das Oktoberfest ein beliebter Ausflugsort für Touristen aus aller Welt ist und, dass überall, z.B. in Brasilien oder Kanada, Kopien gefeiert werden. Obwohl es auf der Wiesn auch immer wieder Randale und technisches Schwierigkeiten gibt, ist doch für Sicherheit gesorgt. Zwei der größten Probleme des Festes sind hingegen die Bierkrugdiebe und die betrügerischen Schankkellner, die weniger als einen Liter in eine Maß füllen. Und für die Unwissenden gilt Vorsicht: Das Oktoberfestbier hat eine spezielle Mischung und ist daher hochprozentiger als normales!

Und für dieses Bier zahlt man auch ordentlich. Nicht weniger als 8,50 Euro für die Maß Bier, 12 Euro für ein halbes Hendl, ganz schon happig. Die Wiesn-Sprecherin Gabriele Papke meint dennoch: "Die Wiesn muss aber nicht kostspielig sein. Wer den einen oder anderen Euro sparen will, dem lege ich einen Besuch auf der Mittagswiesn ans Herz." Damit spricht Papke eine Rabatt-Aktion an, die werktags von 10 bis 15 Uhr in vielen Betrieben stattfindet. Zu dieser Zeit ist es gemütlicher als danach, die Menschen sind ruhiger, der große Besucheransturm folgt Nachmittags. Teilnehmende Wirte sind mit einem Aufkleber gekennzeichnet. Jene, die die "Mittagswiesn" anbieten, gehen teilweise bis zu 30 Prozent runter mit den Preisen. Dienstags nachmittags gibt es dann außerdem Rabatte auf viele Fahrgeschäfte. Das ist der traditionelle Familien-Nachmittag und da gibts obendrein die nicht alkoholischen Getränke teilweise zum halben Preis.

Ansonsten gilt es immer, die Preise zu vergleichen und auch das Feilschen kann auf der Wiesn durchaus erfolgreich sein, der Versuch macht klug. Wer ohnehin keine Geldsorgen hat, der kann auch in die Vollen gehen auf dem Oktoberfest. So wie die gesammelte Prominenz, die sich hier und da gerne zur Schau stellt. Nicht nur Schlagersänger und B-Promis, wie der selbsternannte "Brustfetischist" Roberto Blanco tummeln sich in der Nähe der Dirndl, auch Stars wie Ex-Fußballer Stefan Effenberg oder Werbe-Ikone Verena Pooth wurden dieses Jahr schon gesichtet. Darüber hinaus feierte sogar Monacos Fürst Albert zwischen Bier und Brezeln, das tut er eigentlich jedes Jahr.

Auch wenn der Liter Bier auf dem Oktoberfest 2008 durchschnittlich 40 Cent teurer ist, als im vergangenen Jahr, einige Dinge haben sich nicht geändert. Insgesamt 100.000 Sitzplätze gibt es in den 14 Zelten, sehr beliebt ist noch immer das Hippodrom mit der großen Flirtbar. Hier wird gebaggert, gefeiert und geknutscht. Die Armbrustschützen-Festhalle kommt natürlich gut bei den Männern an, schließlich bedienen hier ausschließlich Frauen. Am ersten Wiesn-Sonntag findet außerdem der "Gay Sunday" im Bräurosl-Festzelt statt, wo tausende Homosexuelle eine schrille Party feiern, so modern schätzt man die Wiesn gar nicht ein. So viel zu den Tipps, aber wirklich entdecken kann man die Volkssause nur, wenn man nach München reist und auf das Oktoberfest geht.

Quelle: FOCUS Online
Bild: 46137 (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017