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Eigene Wohnung an Touristen vermieten: Nicht alles ist erlaubt

Seine eigene Wohnung an Touristen zu vermieten oder unterzuvermieten, klingt zwar wie eine lukrative Nebeneinnahme, aber das Gesetz zieht klare Linien, was Eigentümer dürfen und was sie nicht dürfen. Man kann sich nicht auf sein Eigentum berufen, mit dem man machen und lassen kann, was man möchte. Wir zeigen auf, was geht und was nicht geht.

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Nutzungszweck klären

Wenn ein Eigentümer seine eigene Wohnung an Touristen vermieten oder untervermieten möchte, dann sollte er sich darüber informieren, welchen Nutzungszweck diese Wohnung hat. Steht im Vertrag, dass sie zum Zwecke des Wohnens gekauft wurde, dann verbietet das Gesetz das Vermieten oder Untervermieten. Vermietet er das Eigentum allerdings an jemanden, der länger dort wohnen möchte, so ist es erlaubt.

Gewerbe anmelden oder nicht

Sollte ein Vermieter seine Wohnung in regelmäßigen Abständen vermieten, so müsste geklärt werden, ob er dafür nicht ein Gewerbe anmelden muss. Außerdem muss geprüft werden, ob sich andere Bewohner des Hauses nicht durch feiernde Touristen oder rollende Koffer gestört fühlen. Ist dies der Fall und ein Bewohner beschwert sich, so wird das Gericht die Vermietung an Touristen untersagen.

Gerichtsurteil

Es gibt für solche Beispiele schon Präzedenzfälle. So hat die Nachbarin einer Wohnungseigentümerin, die ihre Wohnung dauernd für zwei bis 30 Tage an Touristen vermietet hat, geklagt hat. Und das Gericht hat entschieden, dass die Eigentümerin eine Widmungsänderung ihrer Wohnung vornehmen muss, ansonsten müsse sie diese Einnahmequelle einstellen.

Wohnung untervermieten

Sollten Mieter an Touristen untervermieten wollen, so dürfen sie das auch nicht ohne weiteres tun. Im Mietvertrag steht meistens klipp und klar, ob dies erlaubt ist, oder nicht. Allerdings dürfen sich Vermieter darauf nur berufen, wenn einige Dinge gegeben sind, zum Beispiel wenn die Zahl der Bewohner die Zahl der Räume übersteigt oder durch die neuen Bewohner der Hausfrieden nicht mehr gesichert sei. Ist dies gegeben, kann der Mieter gegen den untervermietenden Bewohner klagen.

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