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Die Renaissance des Campingurlaubs

Der Campingurlaub erlebt zurzeit in Deutschland eine wahre Renaissance. In Zeiten der Wirtschaftskrise gucken die Leute natürlich verstärkt auf das Geld, viel übrig für den Urlaub haben die meisten nicht. Doch bevor man ganz zu Hause bleibt, schaut man sich doch lieber nach günstigen Alternativen um, es muss ja schließlich nicht immer der Hotelurlaub sein. Camping im Wohnwagen oder im Zelt hat auch seinen Charme und versprüht dazu noch immer einen Hauch von Abenteuer.

Das in Wiesbaden ansässige Bundesamt für Statistik legte Zahlen vor, die den Boom im Campingbereich verdeutlichen. In den Monaten von Januar bis April sind die Übernachtungen in Wohnwagen oder Zelten auf 1,9 Millionen angestiegen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von etwa 32 Prozent. In den alten Bundesländern ist dieser Zuwachs mit 27 Prozent noch deutlich geringer ausgefallen, als in den neuen, wo 57 Prozent mehr Übernachtungen registriert wurden.

Bei den Bundesländern lagen so auch Sachsen mit 77 Prozent mehr Übernachtungen ganz weit vorn, Thüringen kam auf 66 Prozent, Sachsen-Anhalt immerhin noch auf 50 Prozent. Peter Ahrens, Präsident des Verbandes der Camping- und Freizeitwirtschaft Sachsen-Anhalt, erklärte gegenüber der Leipziger Volkszeitung, dass viele Menschen in den neuen Ländern nun wieder dort Urlaub machen würden, wo sie ihn schon vor der Wende immer verbracht hätten.

Der Erfolg der Campingbranche hängt zum großen Teil wohl an der Sparsamkeit in den Zeiten der Krise. Camping ist im Vergleich zu Hotelurlauben doch um einiges preiswerter. Doch auch das tolle April-Wetter in Deutschland hat seinen Teil dazu beigetragen, dass sich die Betreiber der Campingplätze über ein stark gesteigertes Interesse der Urlauber freuen können.

Quelle: bild.de, welt.de
Bild: magicpen (Pixelio)

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