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Die italienische Insel Lampedusa

Die italienische Insel Lampedusa gehört zu den Pelagischen Inseln im Mittelmeer. Sie liegt zwischen Sizilien und Tunesien und ist damit Italiens südlichste Insel. Bekannt ist sie vor allem durch die Flüchtslingsschiffe aus Afrika, die hier in Lampedusa das Tor nach Europa suchen. Bis vor einiger Zeit waren Flüchtlinge in Camps interniert und Polizei und Militär bewachten den Weg nach Italien. Durch eine Politik der rigiden Abweisung hat die Insel wohl ihren Reiz für die Flüchtlinge verloren, mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt in Lampedusa.

Für die örtliche Tourismus-Branche ist das überlebenswichtig. Waren früher in der Regel zum Beispiel zu Ostern zwischen 300 und 500 Gäste auf der Insel, waren es in diesem Jahr lediglich 30. Schlechte Schlagzeilen hatten Besucher davon abgeschreckt, auf der Insel ihren Urlaub zu verbringen. Jetzt ist von Flüchtlingsströmen nicht mehr viel zu sehen in dem einzigen Ort der Insel, der übrigens ebenfalls Lampedusa heißt. Dort leben etwa 5000 Einwohner, die nun darauf hoffen dürfen, dass es in Zukunft wieder mehr Touristen auf die Mittelmeerinsel verschlägt.

Auf der Insel kann man ganz hervorragend einen Natururlaub verbringen. Das Wasser des Mittelmeeres ist hier türkisfarben, die Strände sind schneeweiß. Rosafarbene Malven und gelbe Margeriten wachsen zwischen schroffen Felsen, die Natur geht hier ganz eigenartige Form- und Farbverbindungen ein. Die Insel war nicht nur wegen ihrer rauen Schönheit bereits in der Antike Ziel vieler Seeleute. Griechen, Phönizier, Römer und Sarazenen haben versucht, Lampedusa in ihren Besitz zu bringen, weil sie sich hier einen Stützpunkt errichten wollten, von dem aus eine Eroberung Afrikas gelingen konnte. Heute zeugt das Lebenstempo der Einwohner noch immer von der Nähe des schwarzen Kontinents. Selbst für italienische Verhältnisse geht der täglich Trott hier in einem gemächlichen Rhythmus vonstatten.

Quelle: fr-online.de
Bild: Topo . (Flickr)

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