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Der schiefe Turm von Pisa erstrahlt in neuem Glanz

Der schiefe Turm von Pisa gehört zu einem Italienbesuch wie der Eiffelturm zu Paris oder das Brandenburger Tor zu Berlin. Seit jeher strömen unzählige Urlaubergruppen nach Pisa, in die kleine Stadt im Süden der Toskana, um sich den Turm, dessen Schieflage und die dazu gehörenden Gebäude aus der Nähe anzuschauen.

Doch der Gebäudekomplex – neben dem Turm gehören noch die Kathedrale, das Baptisterium und der Friedhof dazu – der 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, war jahrelang der Witterung und den mediterranen Stürmen schutzlos ausgeliefert, so dass die Bausubstanz stark gelitten hat und porös geworden ist. Unmengen an Taubendreck und Schmierereien von Touristen haben dem ganzen dann noch den Rest gegeben. Vor mehr als acht Jahren beschloss man so, den Turm aufwendig zu restaurieren.

Zehn Restauratoren haben somit in den letzten Jahren Tag für Tag die 24.424 einzelnen Bauteile des Turmes gesäubert und desinfiziert. Hierfür musste ein spezielles Baugerüst angefertigt und von professionellen Bergsteigern angebracht werden. Ein herkömmliches Gerüst wäre bei diesem Projekt aufgrund der Schieflage nicht einsetzbar gewesen.

Während der gesamten Renovierungsarbeiten war der Turm für die Öffentlichkeit geöffnet, denn nur durch die stetig generierten Eintrittsgelder konnte das kostspielige Unterfangen finanziert werden. In die Millionenhöhe gingen die Kosten, doch es hat sich gelohnt, denn nach Expertenmeinungen ist der Turm nun für die nächsten 200 Jahre erst einmal wieder aufgepäppelt und erstrahlt in neuem Glanz. Ein Besuch in Pisa lohnt sich also nun doppelt!

Quelle:focus.de
Bild: Ehud (Flickr)

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