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Der schärfste Esswettbewerb der Welt

Die Menschen in Kalabrien lieben Chili. Es ist also kein Wunder, dass hier der schärfste Esswettbewerb der Welt einmal im Jahr ausgetragen wird. Peperoncini werden die Chilischoten in Italien genannt und das scharfe Gewürz wird hier heiss verehrt.

Im Ort Diamante wird daher jährlich das Peperoncino-Festival abgehalten. Aber auch sonst gibt es hier kaum etwas, das nicht mit Chili aufgepeppt wird, ob nun Eis, Gebäck oder Marmelade, selbst Grappa gibt es mit dem scharfen Gewürz. Die Schoten sind allgegenwärtig, nicht nur im Essen, auch das Bild von Diamante prägt das rote Chili. Denn sie hängen aufgefädelt fast an jedem Haus, am Balkon oder an der Tür. Diavolilli - Teufelchen, nennen die Kalabresen ihre Peperoncini liebevoll. Im sonnigen Kalabrien gedeihen sie besonders gut, daher sind sie in vielen traditionellen Speisen zu finden. Wie in Rosamarina, einer Paste aus getrockneten jungen Sardellen und Olivenöl. Seit jeher gelten die scharfen Schoten in Kalabrien auch als Aphrodisiakum. Daher wird das Gewürz auch als 'Viagra des armen Mannes' bezeichnet.

Chilis sind hier also der Hit, daher wird zu Ehren der Schote jährlich in Diamante das Peperoncino-Festival veranstaltet. Fünf Tage lang werden sich Besucher auf der Uferpromenade drängen, um an unzähligen Ständen die kulinarischen und kunsthandwerklichen Peperoncino-Produkte zu genießen. Mindestens 500 der weltweit über 2000 Chiliarten will man präsentieren. Höhepunkt des Festivals aber wird immer die Landesmeisterschaft im Chilischotenessen sein. Dazu müssen die Teilnehmer zunächst 50 Gramm gehackten kalabrischen Chilischoten verzehren. Zur Not steht ein Arzt bereit, wenn es einem zu Kopfe steigt. Der Rekord liegt übrigens bei 820 Gramm.

Quelle: spiegel.de
Bild: Peter Hebgen (Pixelio)

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