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Der Nationalpark der Galicischen Inseln

Im Nordwesten der iberischen Halbinsel, nahe der spanischen Küstenstadt Vigo, liegt der Parque Nacional de las Islas Atlánticas de Galicia, der Nationalpark der Atlantikinseln Galiciens. Dieser Nationalpark umfasst neben dem Meer die Inselgruppen der Islas Cíes, Islas Ons, die Inseln Cortegada und Sálvora und noch einige weitere kleiner Eilande. Insgesamt ist der Nationalpark 84 Quadratkilometer groß, wovon 12 Quadratkilometer Land und der Rest Meeresfläche ist.

Zwar hat man Spuren menschlicher Siedlungen aus der Eisenzeit auf einigen Inseln gefunden, doch sind sie heute fast unbewohnt und stellen einen unberührten Naturraum von atemberaubender Schönheit dar. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind rar, auf Cíes gibt es einen Campingplatz, auf Ons ein kleines Hotel. Am besten erkundet man die Natur auf einem Boot, mit dem man entweder in einer der einsamen Buchten einer Insel oder im etwa 17 Kilometer entfernten Sportboothafen übernachtet.

Die britische Zeitung "The Guardian" hat einen Strand der Cíes-Inseln, den Praia das Rodas, zum schönsten Strand der Welt gekürt. Kristallklares Wasser und schneeweißer Sand versprühen hier einen Hauch von Karibik. Doch allein zum Baden ist die Zeit auf den galicischen Inseln einfach zu schaden, viel zu viele Schönheiten der Natur wollen hier bewundert werden. Aufgrund bestimmter Strömungsverhältnisse und der Durchmischung von atlantischem Salzwasser und Süßwasser aus einem Fluß vom nah gelegenen Festland, bieten sich der Fauna und Flora im Meer hier paradiesische Verhältnisse.

Im Wasser finden sich etwa 200 verschiedene Algenarten, der Beginn einer einzigartigen Nahrungskette, in die sich unzählige Tierarten eingereiht haben. Krustentiere, Kraken, Fische, Defline, Schildkröten und Wale tummeln sich in den Regionen um die kleinen Inseln. Und an Land wimmelt es auch vor Leben, vor allem Vögel haben sich hier, nahezu ungestört vom Menschen, in großer Zahl niedergelassen. Kormorane, Trottellummen, Basstölpel und eine der größten Möwenkolonien der Welt können hier beobachtet werden. Um das Ökosystem nicht über Gebühr zu belasten, hat man die tägliche Besucherzahl im Nationalpark auf 2200 beschränkt.

Quelle: manager-magazin.de
Bild: MGM_Photos (Flickr)

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