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Das Watt als Weltkulturerbe

Grand Canyon, Serengeti Nationalpark, Great Barrier Reef und Galapagos Inseln sind naturinteressierten Menschen ein Begriff als Areale von einzigartiger Schönheit - Sie tragen deshalb das Etikett der Unesco als ein Welterbe, das dadurch besonders geschützt wird. Nun steht die Entscheidung der Unesco an, ob auch das Wattenmeer an der Nordsee von Dänemark bis nach Niederlande auch ein solches Fleckchen Erde ist. Für die Befürworter des eingereichten Antrages steht das außer Frage.

Wer schon einmal Urlaub an der Nordseeküsten gemacht hat, wird wissen, dass es dort tatsächlich wunderschöne Landschaften mit einer mannigfaltigen Faune und Flora zu bewundern gibt. Kilometerlange Naturstrände, Salzwiesen und Strandhafer bieten sich dem Blick während eines Spazierganges. Und noch bunter geht es in der Tierwelt zu: Seehunde,Strandkrabben, Schlickkrebse und vor allen Dingen Vögel bevölkern das Watt, nicht eingerechnet noch die Lebewesen unter Wasser.

Schon seit 1991 arbeitet man an der Bewerbung für den Kulturerbe-Status, jetzt steht die Entscheidung unmittelbar bevor. Sollte die Unesco dem Antrag stattgeben, wäre das für die ganze Region entlang der Nordsee vor allem in touristischer Hinsicht ein toller Erfolg, verspricht der Welterbe-Status doch ein erhöhtes Interesse am Wattenmeer.

Bereits jetzt verzeichnet die Branche in Niedersachsen rund 30 Millionen Übernachtungen jährlich. Umweltschützer sehen die Bewerbung unterschiedlich. Einige Stimmen befürchten eine Gefährdung der Natur durch das erhöhte Touristenaufkommen, sollte das Wattenmeer Welterbe werden. Andere Meinungen sehen das positiver, denn mit dem Status würde der Schutz der Region einfacher. Gerade im Hinblick auf Planungen für Windparks auf dem Meer wäre es für die Wattenmeer-Lobby dann leichter, sich gegen Baubegehrlichkeiten der Windkraft-Lobby zu behaupten.

Quelle: welt.de
Bild: Allie_Caulfield (Flickr)

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