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Das Surfparadies im hohen Norden Dänemarks

Dass es in Dänemark eine wahres Surfparadies gibt, das sollte man eigentlich nicht für möglich halten. Mit dem Surfen verbindet man allgemein die Südsee, Hawaii und smaragdgrünes Wasser. Doch im Nordwesten Dänemarks liegt einer der besten und angesagtesten Surfspots in Europa. Die Surfgemeinde nennt diese Gegend um die kleinen Ortschaften Klitmøller und Nørre Vorupør auch das "kalte Hawaii".

Die meisten Einwohner dort leben von der Fischerei, doch in den letzten Jahrzehnten hat sich dort ebenfalls eine vitale Surfgemeinde etabliert. Das liegt an den nahezu optimalen Bedingungen für Wassersportler wie Kite- und Windsurfer oder eben Wellenreiter. Genau wie auf Hawaii gibt es hier nur ganz wenige Tage, an denen der Wind nicht über das Meer bläst und Wellen auftürmt, bei denen Surferherzen höher schlagen.

Weil die Wellen an einigen Stellen sich meterhoch auftürmen und an einem Miesmuschelriff brechen, ist dieser Spot so beliebt, dass an windreichen Tagen hunderte Surfer dort im Wasser sind. Da stört auch die Kälte des Windes und des Wassers nicht im geringsten, die Sportler ziehen sich einfach dicke Neoprenanzüge mit Handschuhen und Kapuzen über. Selbst im Winter trauen sich die Hartgesottenen hier noch ins Meer, bei Wassertemperaturen unter zehn Grad.

Als die Surfer vor vielen Jahren kamen, taten sich die Fischer der Gegend noch schwer damit, ihr Revier nun mit den ein wenig verrückten Wellenreitern zu teilen. Mittlerweile hat man jedoch ein gemeinsames Auskommen gefunden und respektiert die Reviere der jeweils anderen. Und einige Surfer hat es sogar ganz in die Gegend verschlagen. Sie haben ihre Zelte in anderen Ländern abgebrochen und sind nach Dänemark gezogen, ganz nahe an dieses Paradies für Surfer. Solche Bedingungen findet man schließlich sonst nur noch in Hawaii.

Quelle: spiegel.de
Bild: Colm Walsh (Flickr)

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