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Das skurrile Vegetarier Festival in Thailand

Das Vegetarier Festival in Thailand ist eine der buntesten aber vielleicht auch seltsamsten Veranstaltungen auf unserem Planeten mit einer inzwischen über 180 Jahre andauernden Tradition. Am letzten Tag des achten Mondmonats im chinesischen Kalendar beginnt das neuntägige Fest. In der kommenden Zeit halten sich die gläubigen Thailänder nicht nur an strenge Regeln, sondern verüben teilweise auch sehr extreme Praktiken, die für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen sind.

In der ersten Nacht des Vegetarier Festivals werden die neun Kaiser-Götter gerufen. Diese stehen in verschiedenen Legenden für die Geister chinesischer Kaiser oder sich bekriegender Landesfürsten, die einst Vegetarier wurden und aufhörten sich zu bekämpfen. Sie sind die Schutzpatronen des Festivals in Thailand. Wenn das Fest erst mal begonnen hat, dann ziehen die Menschenmassen mit lärmenden Instrumenten wie Trommeln und Rasseln durch die Straßen Phukets. Viele der Bürger sehen sich als Vermittler zwischen den neun Geistern und der wirklichen Welt, sogenannte Medien. Die Medien stehen in einer besonderen Verbindung zu den Kaiser-Göttern und zeigen das auch.

Da sie sich von den Geistern besessen fühlen, starten diese Thailänder ihre abstrusen und verblüffenden Aktionen. Neun Tage lang verletzen sich jene, die ein Medium sind, selbst. Sie laufen barfuß über Holzkohlen, stechen sich spitze Gegenstände wie Schwerter, Messer, Rohre oder Nadeln durch die Wangen, klettern sogar Leitern aus Rasierklingen hoch. Bei all diesen Aktionen scheinen sie keine Schmerzen zu spüren, ziehen sich keine Verbrennungen zu und es fließt so gut wie kein Blut. Touristen sind verblüfft und meinen Täuschungen entlarven zu können, verletzen sich aber letzten Endes immer nur selbst. Wer übrigens mal einer der tausenden Schaulustigen in Thailand sein möchte, der sollte früh buchen. Zum Vegetarier Festival ist ganz Phuket immer ausgebucht.

Fotos der unglaublichen Selbstverstümmelung

Beim Vegetarier Fest geht es darum, sich von seinen Sünden frei zu machen. Körper und Geist sollen rein werden, weshalb sich die Teilnehmer auch an weitere Regeln halten. In den neun Tagen des Festivals halten sie sich an eine strenge Diät und kleiden sich eigentlich nur weiß. Alkohol, Sex, Spiele, Lügen und Streit sollen unbedingt vermieden werden. Angeblich bleiben die Thailänder nur durch die Schutzgeister verletzungsfrei. Nach neun Tagen werden diese Schutzgeister mit ähnlichem Getöse verabschiedet, wie sie empfangen worden sind. Trommeln, Lärm und Feuerwerk, anschließend geht das normale Leben weiter in Thailand, bis das nächste Vegetarier Festival kommt.

Quelle: reisebuch.de
Bild: YouTube

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