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Das Handy-Ticket der Deutschen Bahn

Besitzer von Smartphones, die über die Nahfunktechnik NFC verfügen, können bald ihre Rechnungen per Handy im Vorbeigehen zahlen – nicht nur im Supermarkt, sondern ab 1. November auch das Zugticket. Ausgerechnet die Deutsche Bahn wird damit zum Vorreiter laut dem jährlichen Gartner ‘Hype-Cycle’ angesagtesten Technologie-Trend ‘NFC Zahlungen’.

Durch die neue Technik soll vor allem lästiges Ticketlösen unnötig werden: Reisende können mit ihrem Smartphone am Abfahrtsort sich an- und am Zielort wieder abmelden. Der Fahrpreis wird automatisch errechnet und vom hinterlegten Konto abgebucht. Wenn auch der Personennahverkehr mitmacht, lassen sich durch eine geschlossene Mobilitätskette Zugangshemmnisse zu öffentlichen Verkehrsmitteln abbauen.

Die NFC Technik ist nicht ganz neu, aber noch nicht sehr verbreitet, da es bislang nur wenige attraktive Anwendungsmöglichkeiten gab. Die Bahn geht aber davon aus, dass bis 2014/2015 die Mehrheit der Geräte mit dieser Technik ausgerüstet sein wird, wenn es bis dahin zwei bis drei attraktive Anwendungen dafür gibt. Interessierte Smartphone-Nutzer müssen sich bei der Bahn registrieren, eine Kontoverbindung hinterlegen und eine Bonitätsprüfung bestehen, bevor Ticketpreise per Lastschriftverfahren abgebucht werden können. Günstiger werden die Fahrten dafür aber nicht: Sondertarife müssen nach deutschem Recht allen Kunden angeboten werden, unabhängig davon, welches Handy sie besitzen.

Allerdings existiert die App bislang nur für Android-Betriebssysteme (Apple und Google) und ist bislang nur von den Mobilfunknetzen der Deutschen Telekom und Vodafones beschränkt. Als einziger Nahverkehrsbund ist bisher Berlin-Brandenburg an das System angeschlossen. Die Deutsche Bahn könnte diesem mobilen Zahlsystem durch die Einführung des Handy-Tickets nun zum Durchbruch verhelfen.

Quelle: faz.net

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